Durchblick in der Microsoft-Cloud – von Sharepoint, Azure und CRM bis Office 365 [für COMPUTERWOCHE]

Eingeschränkte Kompatibilität mit iPad und anderen Mobilbrowsern

Die Office Web Apps laufen in jedem modernen XHTML-1.0-kompatiblen Browser – und sogar auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone oder dem iPad. Dabei sind jedoch gewisse Einschränkungen zu beachten: Weil die meisten mobilen Browser – auch Safari auf dem iPad. – das “contenteditable attribute” nicht unterstützen, stehen auf diesen Geräten nicht die vollen Editierfunktionen zur Verfügung.

Dynamics CRM – Kundenmanagement online

Auch die Sparte der Dynamics-Business-Anwendungen erweitert ihre Angebote um gehostete Browser-Apps. Den Anfang macht das soeben vorgestellte Dynamics CRM 2011 Online, das die Redmonder offensiv gegen die Mutter aller Browser-Applikationen, Salesforce.com, positionieren. Im Unterschied zu den Konkurrenzprodukten bietet Microsoft gemäß seinem Software+Services-Modell eine flexible Bereitstellung sowohl Online wie auch Offline. Microsoft verspricht einen reibungslosen Wechsel von Online auf On-Premise und zurück: Sollten sich beim Kunden die Voraussetzungen geändert haben, kann er jederzeit ohne komplizierte Migration vom CRM-Service auf ein intern installiertes CRM 2011 wechseln.

Zur Einführung können Interessenten den Dienst bis 30. Juni kostenlos testen, danach beträgt der Aktionspreis für die ersten 12 Monate 31 Euro pro Benutzer pro Monat. Der spätere reguläre Preis beträgt 40,25 Euro.

Windows Azure – Windows-Server in der Wolke

Windows Azure richtete sich anfangs nur an Entwickler und wurde exklusiv in Microsoft-Rechenzentren gehostet. Microsoft verschwieg Anfangs jegliche Parallelen zum Windows Server 2008, auch ließen sich nur bestimmte Kategorien von Webanwendungen installieren. Inzwischen bauten die Redmonder immer mehr Brücken in die bekannte Windows-Systemwelt. Partner können beispielsweise mit dem Dynamic Infrastructure Toolkit eine eigene Infrastructure-as-a-Service-Cloud (IaaS) errichten. Serviceprovider und große Unternehmen sollen demnächst über das Windows-Azure-Platform-Appliance-Programm sogar die Möglichkeit haben, die PaaS-Plattform inklusive SQL Azure in ihren eigenen Rechenzentren zu installieren.

Auch Kompatibilität zur Windows-Plattform wurde inzwischen stark ausgebaut. Ein wichtiger Schritt dazu war die Vorstellung von “Server App-V” (Server Application Virtualization) als Community Technology Preview (Vorabversion). Das Tool ermöglicht die Anwendungsvirtualisierung auf dem Server – analog zum bereits bekannten App-V für Clients. Windows-Anwendungen werden dabei mitsamt ihren Einstellungen vom Betriebssystem gekapselt und lassen sich einfach auf andere Server übertragen – ohne komplizierte Installationsskripte und das Übertragen von Benutzereinstellungen. App-V ermöglicht somit den “fliegenden Wechsel” von Applikationen, um sie etwa aus der eigenen IT in ein Azure-Rechenzentren auszulagern. In eine ähnliche Richtung zielt die Azure VM-Role. Während App-V für das Migrieren von gekapselten Anwendungen zuständig ist, unterstützt die VM-Role ein Auslagern kompletter Betriebssystem-Images in die Cloud. Azure stellt sich somit als universelle Windows-Option in der Cloud dar, die dank automatischer Skalierungsfunktionen insbesondere für viele Kunden mit stark wechselnder Systemauslastung interessant sein dürfte.

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