Forrester: Social-Software läuft klassischen Unternehmens-Anwendungen den Rang ab

Analysts-Forrester-Wave-Enterprise-Social-Platforms.pdf - Adobe Reader_2011-09-22_13-11-08Es ist wieder Analystensaison: Etwa zeitgleich mit Gartners jüngstem “Magic Quadrant” hat auch Forrester sein neues Social-Software-Hersteller-Ranking “Forrester Wave” veröffentlicht (The Forrester Wave: Enterprise Social Platforms, Q3 2011). Die Einteilung erfolgt in drei Kategorien, wobei die Analysten Jive, IBM, NewsGator und Telligent als Leader ganz vorne platzieren, während sie Microsoft, Atlassian und Socialtext zur zweiten Gruppe der “Strong Performer” einordnen. Forrester-Autor Rob Koplowitz bescheinigt dem Führungsquartett in der Zusammenfassung eine Breite und Tiefe bei der Funktionalität ihrer Software sowie eine Langzeitstrategie. Microsoft habe dem Sharepoint Server 2010 substanzielle Social-Funktionen hinzugefügt, Atlassian erweiterte seine Kern-Wiki-Funktionalität während Socialtext sein wegweisendes Produkt in um Funktionen wie Microblogging ausbaute.

Im Einstieg beleuchtet Koplowitz zunächst die Marktsituation und stellt einen starken Trend in den Unternehmen zu “Social Technology”-Investitionen fest. In Kundenbefragungen des letzten Jahres sei ein deutlicher Umschwung erkennbar gewesen von etablierten Softwarekategorien wie Enterprise Ressource Planning (ERP) oder SCM hin zu Personen- oder Netzwerk-zentrierter Software. Demnach wollen 37 Prozent der IT-Entscheider 2011 Collaboration-Tools entweder implementieren oder die Nutzung ausweiten, während nur 25 Prozent der Befragten Investitionen in ERP, SCM, HR, PLM und ähnliche Kategorien planen.

Dennoch hält der Analyst den Markt noch nicht für richtig reif, wie er in einem zwischenzeitlich erschienenen Blogeitrag schreibt: “Tatsache ist, dass 57 Prozent der Unternehmen 2011 zwar Investitionen in “Enterprise Social” tätigen, doch 43 Prozent tun auf diesem Sektor eben noch überhaupt nichts.”

Als Treiber für sozialen Plattformen in Unternehmen identifiziert die Studie folgende drei Bereiche:

Erfassung und Wiederverwendung von Wissen: Die Entstehung digitaler Müllhalden in Unternehmensnetzen weckt in der IT den Bedarf an Content-Management-Lösungen, die zum produktiven Austausch auch Kommunikations- und Social-Komponenten enthalten.

Verbindungen in verteilten Arbeitsumgebungen aufrecht erhalten: Der Trend (speziell in Nordamerika) zu mobiler oder Home-Office-Arbeit steigert die Nachfrage nach Kollaborationslösungen – zum Beispiel soziale Profile, virtuelle Arbeitsräume und Telepräsenz.

Neue Erwartungshaltungen der Mitarbeiter bedienen: Die Facebook-Generation drängt zunehmend in die Unternehmen, und damit ändert sich auch die Erwartungshaltung an die IT-Ausrüstung. Die Einführung sozialer Plattformen sei daher ein nächster logischer Entwicklungsschritt, um ein Umfeld für Innovation zu schaffen.

Die Studie ist entweder gegen Bezahlung direkt bei Forrester erhältlich, kann aber gegen Registrierung auch bei einigen Softwareherstellern wie Jive kostenlos heruntergeladen werden.

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