Miele migriert seine komplette Kommunikationsplattform von IBM/Lotus auf Microsoft

MieleGezielte Stichelei zum passenden Zeitpunkt? Während IBM heute seine große Lotusphere-Konferenz in Orlando startete, gab Microsoft bekannt, dass der renommierte Elektrogerätehersteller Miele seine Communication- und Collaboration-Plattform künftig mit Technik aus Redmond betreiben und sich damit komplett von Lotus Notes verabschieden wird. Insgesamt 12.000 Arbeitsplätze des Gütersloher Konzerns werden dabei umgestellt, das Anwendungsspektrum reicht von der E-Mail-Infrastruktur mit Outlook und Exchange über Dokumenten-Verwaltung mit Sharepoint bis zu Messaging und Videokonferenzen mit Lync.

Erste SharePoint-Anwendungen sollen in den kommenden sechs Monaten in Betrieb gehen, der Start für Outlook/Exchange ist für Juli 2012 geplant. Daneben läuft auch der Rollout auf den Arbeitsplätzen, die demnächst mit Windows 7 und Office 2010 ausgestattet sein werden.

Microsoft habe Miele vor allem mit der Flexibilität seiner Technologien überzeugt, erklärte Thomas Schröder, Geschäftsführer Großkunden und Partner bei Microsoft Deutschland GmbH: „Mit unserem Lösungsportfolio bieten wir Miele die Option und künftig Wahlfreiheit sowohl on-premise als auch cloud-basiert zu arbeiten”.

Plattformkonsolidierung bei Miele

Miele ist bereits seit längerem mit einer umfangreichen IT-Konsolidierung beschäftigt, mit der die Komplexität der IT-Landschaft verringert werden soll. Im vergangenen Jahr erfolgte in der Serverinfrastruktur ein Wechsel von VMWare zu Windows Server 2008 R2 Hyper-V. Im Datenbankbereich setzt Miele künftig auf den SQL Server, erste SAP-Systeme wurden bereits auf Windows Server und SQL Server migriert. Derzeit evaluiert das Unternehmen die von Microsoft und SAP gemeinsam entwickelte Integrationslösung Duet, um beide Welten enger miteinander zu verzahnen.

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