Sharepoint-Zukunft: Wie Unternehmen die Weichen in Richtung Wave 15 stellen

sharepoint-2010-logo_miniZwei Jahre nach dem Erscheinen von Sharepoint 2010 gibt sich Microsoft nach wie vor sehr zugeknöpft bezüglich der Nachfolgeversion. Fakt ist, dass in Redmond bereits intensiv an der intern “Sharepoint 15” bezeichneten Version gearbeitet wird. Gerüchtehalber soll im Herbst eine erste öffentliche Testversion gezeigt werden. Auch Preview-Veranstaltungen gab es bereits – so beispielsweise ein “SharePoint 15 – Private Viewing” Ende November auf den Collaboration Days in Luzern (CH). Nach Unterzeichnung einer Verschwiegenheitsvereinbarung erhielten die Teilnehmer anhand von Screenshots erste Einblicke. In einem Beitrag auf CMS-Wire hat nun Joe Shepley einige grundlegende Überlegungen angestellt, wie sich die Anwender angesichts der momentanen Ungewissheit beim Thema dynamisches Content-Management verhalten sollen.

Shepley startet seine Erörterung zur Sharepoint-Strategie (“Sharepoint at the Crossroads”) mit einer Unterscheidung in drei Kundengruppen:

Für diejenigen, die bereits Sharepoint 2010 einsetzen, stelle sich die Frage, ob sie damit mit vollem Tempo weiterarbeiten oder aber abwarten sollten, in welche Richtung Microsoft mit der neuen Version marschiert. Diejenigen, die noch mit MOSS, WSS oder älteren Versionen arbeiten, dürften sich fragen, ob sie jetzt noch auf 2010 wechseln oder auf das nächste Release warten sollten. Und schließlich gibt es noch die Gruppe ohne Sharepoint-Einsatz, die sich ebenfalls fragen, ob sie jetzt noch auf 2010 aufspringen oder besser Version 15 abwarten sollten.

1. Unternehmen mit Sharepoint 2010 im Einsatz

In dieser Gruppe kommt es darauf an, wie Sharepoint 2010 implementiert wurde. Sofern der Server ohne großartige Anpassungen läuft, können IT-Manager ohne großes Risiko damit weiterarbeiten  wie gehabt. Sobald aber in größerem Umfang Tools von Drittanbieter wie beispielsweise NewsGator oder KnowledgeLake verwendet werden, sollte man sich einen weiteren Ausbau gut überlegen, weil die damit verbundenen kurzfristigen Vorteile den zu erwarteten Schwierigkeiten beim Release-Wechsel gegenübergestellt werden müssen.

Daher sollten Anpassungen und Erweiterungen auch grundsätzlich auf ihre Notwendigkeit hin überprüft werden. Insbesondere für Umsteiger von früheren Versionen bringt Sharepoint 2010 viele Zusatzfunktionen, mit denen sich der Einsatz von Erweiterungen erübrigt.

2. Kunden mit älteren Sharepoint-Versionen

Die einfache Antwort Shepleys an diese Gruppe lautet: “Wechseln Sie auf Sharepoint 2010”. Seine Begründung: Je größer der Versionssprung, desto größer auch der Aufwand, um alle Inhalte und Funktionalitäten zu migrieren. Zudem sei nicht zu erwarten, dass mit Sharepoint 15 ein Umstieg einfacher zu meistern sei. Alles andere wäre für Kenner von Unternehmenssoftware ein Novum.

3. Noch keine Sharepoint-Installation

Auch hier lautete die Empfehlung “Jetzt einsteigen”. Zwar sei klar, dass die nächste Version deutlich mehr Funktionen bieten wird und der Umstieg von 2010 weiteren Zusatzaufwand erfordere. Dem stellt der Autor die Mengen an unstrukturiertem Content im Unternehmen gegenüber, die in den nächsten 18 bis 24 Monaten weiter anwachsen werden. Die damit deutlich ansteigenden Supportkosten müsse man den Migrationskosten gegenüberstellen.

Abschließend gibt Shepley zu bedenken, dass keiner seiner Ratschläge einfach umzusetzen sein werde, aber unterm Strich einfacher, als nichts oder das Falsche zu tun.

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