Microsoft vor Yammer-Übernahme: Neue, eigene Social-Networking-Komponente für Sharepoint?

yammer[1]Microsoft steht kurz davor, den Social-Networking-Anbieter Yammer zu übernehmen. Laut einem Bericht von Bloomberg könnte der Deal mit einer Größenordnung von gut einer Milliarde Dollar noch in dieser Woche über die Bühne gehen. Yammer bietet bereits seit einigen Jahren eine Integration in Sharepoint mit dem Yammer Sharepoint Web-Part. Auch andere Microsoft-Produkte würden von der Übernahme profitieren.

Yammer wurde 2008 gegründet und bot am Anfang ein Twitter-ähnliches Microblogging-Tool für den Einsatz in Unternehmen an. Inzwischen wuchs das Produkt zu einer umfangreichen Social-Networking-Suite an, mit typischen Funktionen wie Tagging, Umfragen, Messaging, Präsenz, Social Bookmarking und strukturierte Konversationen. Die Verbreitung ist inzwischen sehr groß, unter anderem kommt es bei 85 Prozent der Fortune-500-Unternehmen zum Einsatz.

Bereits bisher bot Yammer verschiedene Integrationsmöglichkeiten in Sharepoint wie beispielsweise das Posten von Dateien und Dokumenten aus Sharepoint-Bibliotheken. Deshalb zählt die weitere Sharepoint-Strategie auch zu den spannenden Fragen im Fall einer Übernahme. Sharepoint selbst verfügt ja bereits über grundlegende Social-Networking-Funktionen, allerdings ist es heute in ambitionierteren Projekten üblich, umfassendere und einfacher zu handhabende externe ESN-Tools wie Newsgator, Beezy oder Yammer zu integrieren. Interessant ist die Akquisition zum jetzigen Zeitpunkt aber auch insofern, weil die nächste Shrepoint-Generation 2013/Wave 15 vor der Tür steht und allgemein davon ausgegangen wird, dass die Social-Networking-Funktionen darin erweitert wurden.

Für Microsoft gibt es aber auch noch andere Anknüpfungspunkte. So kann beispielsweise die Kundenmanagement-Software Dynamics CRM stark von einem Tool wie Yammer profitieren, da in diesem Sektor immer mehr Lösungen mit sozialen Interaktionsfunktionen aufwarten. Vorreiter auf dem Gebiet Social-CRM ist Salesforce, aber auch andere Große Anbieter wie Oracle rüsten ihre Suiten um Social-Funktionen auf.

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