Dynamics 365 im Einsatz: Wie Elektronik-Distributor Wittig seine Warenwirtschaft automatisiert

Der Elektronik-Distributor Wittig Electronic GmbH hat bereits 2006 Microsoft Dynamics eingeführt. Die damit automatisierte Warenwirtschaft hilft, Zeit zu sparen und menschliche Fehler zu eliminieren. Zu Hilfe kamen im Laufe der Zeit unter anderem ein Kamerasystem von ASinteg und ein Scanner von synko.

Fast eine Milliarde Teile liefert die Wittig Electronic GmbH jedes Jahr an Kunden in aller Welt: Passive oder elektromechanische Bauelemente, Halbleiter, Taster und Schalter, Batterien und andere Zulieferartefakte. Die Kunden kommen aus dem Automobilbau, der Telekommunikation, der Medizin- und Haustechnik sowie der Luft- und Raumfahrt. Darüber hinaus schätzen Kunden Wittig wegen der individuellen Lösungen, die genau auf deren Wünsche zugeschnitten sind. So entwickeln Ingenieure technische Baugruppen, von denen vor allem Kunden ohne eigenen Elektronikbereich profitieren. Hierzu arbeitet das Unternehmen eng mit Forschungseinrichtungen der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der TU Bergakademie Freiberg zusammen.

„Einen großen Vorteil von Microsoft Dynamics 365 sehe ich im modularen Aufbau“, sagt Geschäftsführer Michael Wittig.

Die 45 Mitarbeiter am Standort Brand-Erbisdorf, das Büro in Shanghai und die 20 Angestellten in einer tschechischen Tochterfirma nutzen bereits seit 2006 Microsoft Dynamics als ERP-System. Damals wurde zum Stichtag der Datenbestand aus der alten Warenwirtschaft importiert, sodass das Unternehmen ohne Stillstand oder Parallelbetrieb weiterarbeiten konnte.

Seither wurde die IT-Lösung stetig fortentwickelt und aktualisiert, so wurde das Scanner-System synko Mobile  als Modul in Business Central integriert. So ließ sich die Prüfung und Einlagerung von zwei Tagen auf zwei Stunden verkürzen. Noch besser: Die Reklamationen durch Falschlieferungen sanken auf unter 0,01 Prozent!

Modularer Aufbau von Dynamics hat Vorteile

„Einen großen Vorteil von Microsoft Dynamics 365 sehe ich im modularen Aufbau. Das Unternehmen kann entscheiden, welche Module es anfangs braucht. Wenn sich die Geschäftsprozesse ändern, kann man Modul um Modul dazu nehmen“, beschreibt Geschäftsführer Michael Wittig einen Vorteil der Software. Durch den Wechsel auf die integrierte Branchenlösung habe man den Absatz schon im ersten Jahr von 65 auf 340 Millionen Bauteile steigern können. Heute liege der Absatz bei jährlich 800 Millionen Bauteilen.

Das Firmengebäude von Wittig in Brand-Erbisdorf.

Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche weitere Verbesserungen hinzu. So stand nach der Einführung der IT-Lösung das Thema EDI (Electronic Data Interchange) im Mittelpunkt. Die Rahmenverträge und Lieferabrufe im Verkauf gehen oft über zwei oder mehr Jahre. Die Kunden avisieren über EDIFACT die geplanten Liefermengen. Früher mussten Mitarbeiter die Lieferabrufe, die per E-Mail mit vielen DIN A4-Seiten gesendet wurden, manuell abgleichen (Lieferung früher, später oder gar storniert) – mit allen Fehlern, die gemacht werden können. Der Abgleich wird jetzt automatisch und fehlerfrei vom System übernommen.

Über EDIFACT (DESADV) verläuft die gesamte Kommunikation elektronisch – von der Bestellung über den Mengenabruf aus einem Rahmenauftrag bis hin zur Rechnungslegung und die Ware ist so etikettiert, wie es der Kunde haben möchte. „Da wir ein ERP-System haben, das sich nach den Kundenwünschen auslegen lässt, funktioniert alles so, wie wir es haben wollen. Und das ist schon sehr effizient“, resümiert dazu Andreas Kirsch, der verantwortliche IT-Leiter bei Wittig.

Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche weitere Verbesserungen hinzu. So stand nach der Einführung der IT-Lösung das Thema EDI (Electronic Data Interchange) im Mittelpunkt. Die Rahmenverträge und Lieferabrufe im Verkauf gehen oft über zwei oder mehr Jahre. Die Kunden avisieren über EDIFACT die geplanten Liefermengen. Früher mussten Mitarbeiter die Lieferabrufe, die per E-Mail mit vielen DIN A4-Seiten gesendet wurden, manuell abgleichen (Lieferung früher, später oder gar storniert) – mit allen Fehlern, die gemacht werden können. Der Abgleich wird jetzt automatisch und fehlerfrei vom System übernommen.

„Da wir ein ERP-System haben, das sich nach den Kundenwünschen auslegen lässt, funktioniert alles so, wie wir es haben wollen.“

Andreas Kirsch, IT-Leiter bei Wittig

Kamerasystem beschleunigt Wareineingang

Das war aber nicht immer so: 2018 kamen die Mitarbeiter im Wareneingang mit der Prüfung nicht mehr hinterher, die Aufgaben waren einfach zu umfangreich. Für einen Kunden dauerte er zum Beispiel drei Tage, um etwa 20 Paletten mit Etiketten zu versehen. Mit Hilfe eines Kamerasystems des Unternehmens ASinteg GmbH ließ sich dies in fünf Stunden erledigen.

Zwei Fließbänder und die Kamera erkennen 1000 Etiketten pro Stunde, zum Einsatz kommen zudem Barcodes, 2D-Label und OCR-Schrifterkennung. Die Daten werden in Microsoft Dynamics gespeichert. Das Endergebnis ist ein schneller und reibungsloser Warendurchlauf. Durch die detaillierte Erfassung von Reklamationen konnte wittig zudem Falschlieferungen erheblich reduzieren.

Die Bestandsführung wurde durch die Einführung von (physischen) Containern verbessert: Vorher musste jedes Paket gescannt werden, wenn eine Palette umgestellt wurde. Jetzt werden sie nur einmal mit einer neuen Scanner-Lösung von synko erfasst und der Palette zugeordnet. Sie können dann mit der Palette (= Container) an einen bestimmten Lagerplatz in den immer mehr werdenden Lagerhallen gestellt werden. Die Scanner mit einer grafischen Oberfläche wurden übrigens im laufenden Betrieb eingeführt, immer neue Funktionen kamen hinzu, der Belegdruck fiel dafür weg.

Michael Wittig möchte mit Microsoft Dynamics und der Branchenlösung synko Components weiterarbeiten: „Man kann sich sicher sein, dass die Software weiterentwickelt wird und in zwanzig, dreißig Jahren noch auf dem Markt ist. Für Updates ist keine Spezifikation notwendig und dadurch können Kosten eingespart werden. So haben wir mit Microsoft einen großen Partner im Hintergrund und mit synko einen an der Seite, der unsere Prozesse und die Branche kennt.“

„Man kann sich sicher sein, dass die Software weiterentwickelt wird und in zwanzig, dreißig Jahren noch auf dem Markt ist.

Michael Wittig

Michael Wittig möchte mit Microsoft Dynamics und der Branchenlösung synko Components weiterarbeiten: „Man kann sich sicher sein, dass die Software weiterentwickelt wird und in zwanzig, dreißig Jahren noch auf dem Markt ist. Für Updates ist keine Spezifikation notwendig und dadurch können Kosten eingespart werden. So haben wir mit Microsoft einen großen Partner im Hintergrund und mit synko einen an der Seite, der unsere Prozesse und die Branche kennt.“

Weiter führt er aus: „Mein Ziel ist: Mit dem jetzigen Personal durch Automatisierung und Digitalisierung 25 Prozent mehr Umsatz zu machen, diverse Bestellprozesse so zu digitalisieren, dass die Bestellung mit einer Art KI automatisch funktioniert. So können wir die Mitarbeiter anders einsetzen oder ihnen auch mehr Freizeit gönnen. Gute Mitarbeiter sind eine begrenzte und nachgefragte Ressource.“ In Sachen KI ist er mit Microsoft Dynamics bekanntermaßen gut aufgestellt.

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