Microsoft Ignite 2021 (2) – mehr Interaktivität für Teams und virtuelles Arbeiten in der Mixed Reality

Neben den zahlreichen Ankündigungen auf der Microsoft Ignite 2021 zu SharePoint, OneDrive und Co. Bleibt Microsoft Teams weiterhin das Top-Thema. Wen wundert’s, angesichts der Herausforderungen, mit denen sich vor allem digitale Arbeiter dieser Tage konfrontiert sehen. In diesem Kontext lässt sich auch die zweite spannende Ankündigung bewerten. Mit Microsoft Mesh sollen virtuelle Avatare künftig in Microsoft Teams und weiteren Anwendungen die digitale Zusammenarbeit erleichtern.

Teams, Teams, Teams: PowerPoint Live und mehr Ansichtsmodi

Teams wird bei Microsoft weiter mit hoher Priorität weiterentwickelt. Über Teams Connect haben wir bereits berichtet. Darüber hinaus kommen weitere interessante neue Möglichkeiten im Bereich nächste Videomeetings hinzu:

Mit Power Point Live bringt Microsoft einen neuen Vortragsmodus, der Powerpoint direkt in Teams integriert.  Das Videobild des Vortragenden erscheint dabei in der geteilten Präsentationsansicht. Auf diese Weise kann man eine direkte Verbindung zwischen dem Sprecher und dessen Inhalte herstellen. Hierfür hält Microsoft Teams die Anzeigemodi Standout, Reporter und Side-by-Side parat. Diese unterscheiden sich im Verschmelzungsgrad der geteilten Inhalte und des Vortragenden.

Im Bereich Meeting-Ansichtsmodi kommen neue Funktionen wie „Dynamic View“ und „Rooms“ dazu. Damit werden beispielsweise die Livevideos der Teilnehmenden bestmöglich am Bildschirm arrangiert oder auf mehrere Bildschirme verteilt, sofern vorhanden. Interessant dürfte auch die KI-gestützte Funktion „Intelligent Speakers“ werden. Damit sollen auf Basis von Spracherkennungsalgorithmen den einzelnen Teilnehmern eines Videomeetings (von bis zu zehn ist die Rede) ihre Audiostreams zugeordnet werden können. Damit sind dann wohl Echtzeit-Transkriptionen der Unterhaltungen möglich. Weitere Informationen dazu gibts auf den Microsoft-Blogs.

Microsoft Mesh: Mixed Reality und digitale Avatare für virtuelle Zusammenarbeit

Die einen nennen es Virtual Reality, Microsoft bezeichnet es als Mixed Reality, gemeint ist wohl dasselbe. Auf Basis digitaler Avatare, die unser virtuelles Ich repräsentieren, sollen Mitarbeiter und Kollegen mithilfe der neuen Kollaborationssoftware Microsoft Mesh besser und näher zusammenarbeiten können. Das ist auch jenseits von Corona ein neuer, geradezu innovativer Weg, die Zusammenarbeit von weit verstreuten Teams zu verbessern. Das einzige, was hierfür erforderlich sind: Mesh-fähige Apps, die den realen Raum virtuell abbilden können.

Die denkbaren Möglichkeiten scheinen laut Microsoft unerschöpflich und sind im Grunde nur von der Kreativität der zuständigen Software-Entwicklern abhängig, die für ihre Kunden neue virtuelle Umgebungen entwerfen und umsetzen sollen. Dass kann ein digitaler Rundgang bekannter Sehenswürdigkeiten sein, virtuelle Architekturbüros ermöglichen oder die digitale Zusammenarbeit in Fabrikhallen verbessern.

Microsoft wird die Mesh-Plattform vom Start weg in die Videokonferenz-Anwendung Teams und in die ERP-Plattform Dynamics 365 integrieren. Hier gibt es weiterführende Informationen zu Microsoft Mesh.

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