Microsoft kündigt nach Office-Telemetrie-Beschwerden neue Cloud-Datenschutzbestimmungen an

Die Beschwerde der niederländischen Regierung bei Microsoft über das Erfassen persönlicher Daten in der Office-Telemetrie hat inzwischen weite Kreise gezogen. Unter anderem der deutsche Microsoft-Anwenderverband mbuf forderte wirksame Datenschutz-Anpassungen für die Unternehmenskunden. Microsoft hat nun aktuell neue Vertragsklauseln bekanntgegeben, die laut mbuf einen „Silberstreif am Horizont“ darstellen.

Microsoft hat nach dem letztjährigen Gutachten der holländischen Regierung im Frühjahr reagiert und ein Office-Update veröffentlicht. Darin findet sich eine neue Option zum Abschalten der Erfassung von Telemetriedaten in den Office-Clients. Um alle Datenschutzanforderungen von Unternehmen zu erfüllen, ist darüber hinaus aber auch eine vertragliche Neuregelung für die Auftragsdatenverarbeitung erforderlich.

Das mbuf berichtete mehrmals im Lauf diesen Jahres über den eher zähen Verlauf der Verhandlungen mit Microsoft. Microsoft hat nun im November eine neue Stellungnahme veröffentlicht, und kündigt darin ein Update der Datenschutzbestimmungen der Microsoft Online Services Terms (OST) in den kommerziellen Cloud-Verträgen an. Die neuen Vertragsbedingungen sollen Anfang 2020 weltweit gelten.

Das mbuf will die neuen Bedingungen prüfen und die Änderungen für die Mitgliedsunternehmen entsprechend kommentieren. Das vorläufige Fazit lautet: „Die mbuf Forderung nach Angleichung der Vertragsbedingungen für alle Kunden entsprechend der für das niederländische MoJ ausgehandelten Vereinbarung wird in die Standard-Bedingungen für die Online Services Eingang finden.“

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