Microsoft stellt Always-on-Laptops und -Tablets als zukünftigen Business-Standard vor

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Microsoft bewirbt Laptops und Tablets mit integrierten LTE-Mobilfunkmodulen als künftigen Business-Standard für den digitalen Arbeitsplatz. Neben Microsoft selbst planen auch Lenovo und Samsung derartige Mobilgeräte. In der Vergangenheit waren Windows-Laptops und -Tablets mit integrierten Mobilfunkchips eher selten. Microsoft möchte dieses Segment nicht mehr alleine dem Android- und iOS-Marktsegment überlassen und Windows-Alternativen künftig im Business-Umfeld etablieren, wie Mary-Jo Foley berichtet.

Auf den jüngsten Windows Hardware Engineering-Konferenzen (WinHEC) in Taiwan und Shenzen haben Microsoft-Manager entsprechende „Always-on“-Mobilgeräte propagiert. Always-on-Laptops oder Tablets können sowohl mit ARM- als auch Intel-CPUs ausgerüstet sein und enthalten zusätzlich ein LTE-Mobilfunkteil, das sich über eine SIM-Karte mit dem Internet verbindet. Microsoft will ein entsprechend ausgestattetes Surface Go-Convertible noch in diesem Jahr bringen, Lenovo und Samsung planen ähnliche Geräte.

„Moderne Mobilgeräte sind künftig ständig mit dem Internet verbunden“, sagte Erin Chapple, Corporate Vice President  für Windows Server, Always Connected PCs and OS Platform Technologies bei Microsoft. Das Verkaufsargument für diese Art der Konnektivität lautet, dass Business-Anwender über das LTE-Modem den Mobilfunk nutzen können statt sich mit einem unsicheren WLAN zu verbinden.

Windows 10 S und einfachere Administration via Cloud

Neuerungen gibt es in diesem Zusammenhang auch zum Windows 10 S-Modus. Es handelt sich hier um einen auf Windows-Store-Apps beschränkten Betriebsmodus von Windows 10, der dem eingestellten Windows RT ähnelt  und mehr Tablet-Konformität und Sicherheit verspricht. Geräte mit Windows 10 Pro S müssen künftig mit Always-on-Internet-Verbindung ausgestattet sein. Falls sie per Windows Auto Pilot konfiguriert werden, müssen die Anwender im Azure Actice Directory angemeldet werden. Dieser Dienst soll die Bereitstellung und die Verwaltung von Windows 10-PCs vereinfachen. IT Professionals können solche Gerät mit wenigen Klicks einrichten, es entfallen bisher aufwändige Administrationsaufgaben wie das Bereitstellen von Images,  das Installieren von Treibern oder das Managen einer Infrastruktur.

Jürgen Frisch

Jürgen Frisch

Jürgen Frisch arbeitet als freier Journalist für Informationstechnologie in Stuttgart. Seine Spezialgebiete sind betriebswirtschaftliche Standardsoftware, Lösungen zur Kundenbindung und zur Datenanalyse sowie Werkzeuge, mit denen Unternehmen die Zusammrenarbeit ihrer Mitarbeiter effizient organisieren. Vor der Eröffnung seines Redaktionsbüros war erRedakteur und Leitender Redakteur bei IT-Fachzeitschriften wie Computer Zeitung und is report
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Wolfgang MiedlBandel Recent comment authors
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Bandel
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Bandel

Super, nun hat Microsoft es endlich auch verstanden. Aber warum tut man jetzt so, als wäre man der Trendsetter? Alle Notebook und Tablethersteller haben integriertes LTE seit Jahren im Angebot.
Bei Surface Devices ist das nur beim Surface 3 und dem Surface Pro der Fall.
Brot und Butter Geräte wie damals Surface 4 Pro und alle Surface Book Modelle schauen in die Röhre.
Das ist der Grund warum wir keine Surface 6 Pro Geräte kaufen. Da sucht man LTE ebenfalls vergeblich.

Wolfgang Miedl
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Wolfgang Miedl

Das Problem ist ja vor allem, dass solche Geräte in der Windows-Welt eher Zufall als Regel sind. Schaun wir mal, ob das bald besser wird.