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Office-Zukunft im App-Zeitalter: Microsoft bringt die Office-Suite in den Windows Store

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Office 2016 IconsDie Office Suite kommt (endlich) in den Windows Store. Damit setzt Microsoft ein Vorhaben um, das schon seit fünf Jahren in unterschiedlichen Ausprägungen immer wieder angekündigt und dann doch wieder aufgeschoben wurde. Aktuell hat eine Reihe von Testern aus dem Windows-Insider-Programm entsprechende Einladungen erhalten, um „Office 365“ vorab über den Windows Store zu installieren.

Kompatibel gemacht mit der Desktop-Bridge

Wie zu erwarten wurden dafür einige technische Modifikationen erforderlich, in den Grundzügen handelt es sich jedoch weitgehend um Office 2016 für den Desktop, und nicht um ein komplett neu entwickeltes Office auf Basis der Universal Windows Plattform (UWP). Zum Einsatz kommt dabei die neue Desktop-Bridge (Codename ‚Centennial‘), die eine relativ einfache Umwandlung von klassischen Windows-Anwendungen (Win32 und .NET) zu Store-Apps ermöglicht. Microsoft adressiert damit die nach wie vor zähe Akzeptanz seiner App-Technologien – von einst Metro über Modern bis zu UWP.

Keine 64-Bit-Version, kein Desktop-OneNote

Office 365 im Windows StoreAus der Insider-Einladung, die der Zdnet-Bloggerin Mary Joe Foley von zwei Twitterern (@keinanthomompson und @tonytech) zugespielt wurde, gehen einige technische Details hervor:

  • Keine 64-Bit-Version: Der Appstore-Ableger von Office wird ausschließlich in der 32-Bit-Variante angeboten.
  • Beschränkte COM-Addins: Sofern Anwender das auf Appstore-Apps beschränkte Windows 10 S einsetzen, können sie nicht die typischen Office-Erweiterungen auf Basis der Win32/COM-Schnittstelle verwenden. Für alle anderen Windows-10-Versionen gilt diese Einschränkung aber nicht.
  • OneNote als App: Einziger Ausreißer unter den Anwendungen ist OneNote, das nicht in der 2016er-Desktop-Version, sondern in der schon länger verfügbaren UWP-Variante installiert wird.

Das passende Office für Windows 10 S

Die Ankündigung für diese Store-Variante von Office kam schon im Mai mit der Präsentation des Surface Laptop und des darauf installierten Windows 10 S. Allgemein verfügbar soll sie bis Ende 2017 sein. Diese Entwicklung war letztlich unausweichlich, weil Windows 10 S ausschließlich mit Apps aus dem Windows-Store ausgestattet werden kann.

Wechselnde Office-Strategie seit Windows 8

Als vor fünf Jahren Windows 8 und die neue Touch-Oberfläche Metro eingeführt wurde, sah die Perspektive noch anders aus. Mit dem Projekt Gemini tauchten die ersten Prototypen eines Touch-optimierten Office auf, das als Nachfolger der Desktop-Suite gehandelt wurde. Den Anfang machten Metro/Modern-Varianten von OneNote und Lync, später kamen eigenständige Touch-Apps von Word, Excel und PowerPoint dazu. Diese sind inzwischen auf iOS und Android sehr beliebt, bilden aber eine eigenständige Kategorie für Kleingeräte – sowohl funktional als auch vom Vermarktungsmodell. Der auf Windows RT portierte Ableger von Office 2013 schließlich bereitete den Anwendern auch nicht viel Freude, weil hier wegen fehlender Win32-Kompatibilität keine COM-Addins liefen und unter anderem Outlook unter einigen Einschränkungen litt.

Das zweite Leben  der Office-Suite im App-Zeitalter

Mit dem Scheitern von Windows 8 und dessen ARM-Ableger Windows RT wurde letztlich auch das inkompatible App-Modell Metro/Modern begraben. Microsoft hat sich inzwischen mit Windows 10 auf ein neues Koexistenzmodell festgelegt, das eine elegante die Brücke vom altem Desktop-Windows (Win32) zu neuen (Touch-)Formfaktoren (UWP) schlägt. Mit dieser Lösung dürfte das Weiterbestehen des 25 Jahre alten Office für Windows auf längere Sicht gesichert sein, weil damit der alte Code auch auf Gerätetypen unterhalb des PCs wie Tablets oder auch Smartphones weiterverwendet werden kann.

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