Projekterfahrungen: Potenzielle Hürden bei Datenmigrationen auf OneDrive

Print Friendly, PDF & Email

Michael Sampson, Berater beim Dienstleister SilverSide, berichtet von einem Anwendertreffen, auf dem OneDrive for Business eingehend zur Sprache kam. Ein IT-Experte aus einem größeren Unternehmen schilderte anhand des dortigen Migrationsprojekts anschaulich die gewonnenen Erkenntnisse. Zunächst wurden die Vorteile kurz auf den Punkt gebracht:

Die Vorteile von OneDrive for Business…

  • Der Versionsverlauf, der mit allen Dateitypen funktioniert;
  • der Zugriff auf alle Dateien über verschiedenen Geräte hinweg;
  • der Wegfall eines VPNs für den Zugriff auf die Dokumente.

Für den Migrationsprozesses wurde ein Tool angeschafft, um die persönliche Home-Laufwerke auf Namens- und Dateityp-Inkonsistenzen zu überprüfen und einen Plan für einen stufenweisen Umzug auf OneDrive for Business zu erstellen.

… und die möglichen Probleme in Unternehmen

In der Praxis tauchten dann folgende Hindernisse auf:

  • Einige der Benutzer ohne eigenen PC-Arbeitsplatz greifen über Citrix auf Anwendungen zu. Hier fällt OneDrive als Synchronisierungsclient aus, weil das technisch in Terminal-Umgebungen nicht unterstützt wird.
  • Manche Geschäftsanwendungen speichern Dateien auf den jeweiligen persönlichen Heimlaufwerken der Benutzer. Das OneDrive-Projektteam hatte jedoch keine Kontrolle über diese Speicherorte. Das erschwerte das Ausschalten der Home-Laufwerke nach der Migration.
  • Aufgrund etlicher technischer Schwierigkeiten wurden die besten verfügbaren Experten zur Hilfe herangezogen. Doch auch sie konnten nicht alle Migrationsprobleme lösen.
  • Aufgrund fehlender Richtlinien zur zentralen Speicherung von Dokumenten auf einem gemeinsamen Laufwerk hatten einige Benutzer viele Gigabyte an Geschäftsdaten auf ihren persönlichen Laufwerken. Zum einen konnte die Migration auf OneDrive hier wegen der Datenvolumina nicht so einfach umgesetzt werden, zum anderen hätten viele dieser Daten überhaupt nicht dort gespeichert werden dürfen. Zwar sind auch diese Daten nun in OneDrive, doch im Nachgang stehen noch größere Aufräumarbeiten an.

Sein Fazit: Es ist oft schwer, Menschen zur Einführung neuer Arbeitsweisen zu bewegen, wenn die aktuelle Infrastruktur und neuen Technologien immer wieder im Weg stehen. Sobald die Probleme im Zusammenhang mit OneDrive aus dem Weg geräumt sind, sollen als nächste Schritte eine intelligentere Teamarbeit und eine bessere Meeting-Verwaltung angegangen werden.

avatar