SharePoint-News von der Ignite: Automatische Metadaten mit ‚Syntex‘ und Offline-Web-Apps mit ‚Nucleus‘

Microsoft hat auf der diesjährigen Ignite-Konferenz, die nur Online stattfand, einige Neuigkeiten rund um SharePoint vorgestellt. Dazu gehört Syntex, das aus dem AI-Project Cortex hervorgeht, sowie Project Nucleus, das Offline-Fähigkeiten in SharePoint-Webanwendungen implementiert.

Zum Einstieg in das  Thema hat Microsoft 365-Chef Jeff Teper in seinem Vortrag zunächst eine Definition für Microsoft 365 präsentiert, die die aktuelle Positionierung unterstreichen soll. Er nannte es die „weltweite Produktivitäts-Cloud“, die auf folgenden drei Themenblöcken basiert:

  • Dienste für die Zusammenarbeit mit den Apps Microsoft Teams, OneDrive und Lists
  • Dienste für Mitarbeiterengagement und Kommunikation mit SharePoint, Stream und Yammer
  • Wissen und Expertise über Microsoft Search und Project Cortex

SharePoint Syntex: Fachwissen über KI automatisieren

Auf der letztjährigen Ignite wurde Project Cortex vorgestellt, ein Werkzeug für automatisierte Analysen aus allen im Unternehmen vorhandenen Informationen und Dokumenten. Nun steht als erstes Produkt aus diesem Vorhaben SharePoint Syntex an. Bereits in den nächsten Wochen soll es als Add-on für die Microsoft 365 E3- und E5-Pläne verfügbar sein.

Mit Syntex lassen sich Dokumente automatisch nach relevanten Feldern analysieren.

Syntex ist im Wesentlichen eine trainierbare KI zum Auffinden wichtiger Metadaten innerhalb einer Organisation. Experten können damit ihr Wissen über bestimmte Inhalte erfassen, und mittels einer KI wird das modelliert, ohne dass dafür Code notwendig ist.

Ein Beispiel wäre die Vertragsverarbeitung. Hier kann ein Experte Syntex beibringen, einen Vertrag so zu lesen, wie das üblicherweise Mitarbeiter tun, um darin die Schlüsselinformationen zu erkennen.  So lässt sich etwa der Wert eines Vertrags extrahieren, zusammen mit dem Ablaufdatum und den Bedingungen und Konditionen.

Project Nucleus: Caching für Webanwendungen

Mit dem Project Nucleus will Microsoft Webanwendungen auf der SharePoint-Plattform  und Teams verbessern. Vereinfacht gesagt geht es im Kern um ein Caching, das Webanwendungen offline-fähig macht. Als erstes wird es in Microsoft Lists zum Einsatz kommen, um das Arbeiten mit großen Listen zu vereinfachen, unabhängig von der Geschwindigkeit der Internetverbindung. Zu den verwendeten Techniken zählt unter anderem eine SQL-Komponente, die die benötigten Daten am Client vorhält. Dazu kommt noch ein Sync-Mechanismus, der die Daten bei Netzwerkverbindung zwischen Client und Cloud abgleicht. Ein Termin für den Marktstart wurde noch nicht genannt.

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