Studie zum Wissensmanagement: Büroangestellte sind unzufrieden

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Den Wissensaustausch in ihrem Unternehmen empfindet nur knapp die Hälfte der Büroangestellten als strukturiert. Dies zeigt eine Studie des Statistikportals Statista in Auftrag von Kyocera Document Solutions. Am höchsten ist die Unzufriedenheit in den Personalabteilungen. Der schnelle und effiziente Austausch von Wissen spielt im Informationszeitalter eine wichtige Rolle.

Ziel von Wissensmanagement ist es, die im Unternehmen vorhandenen Informationen nutzbar zu machen. In vielen Betrieben besteht hier Verbesserungsbedarf, wie die von Kyocera Document Solutions in Auftrag gegebene Studie  Wissensmanagement im Mittelstand zeigt. Für die Studie hat Statista insgesamt rund 1.600 Büroangestellte in Deutschland und Österreich befragt.

Lediglich 46 Prozent der Angestellten empfinden den Wissensaustausch in ihrem Unternehmen als strukturiert. 42 Prozent der Befragten verbringen täglich mehr als 30 Minuten damit, Informationen zu finden. Am größten ist das Potenzial für Verbesserungen in den Bereichen Personal sowie Aus- und Weiterbildung. Hier klagen 58 Prozent der Befragten, dass der Wissensaustausch verbessert werden sollte.

Nur knapp die Hälfte der von Statista befragten Büroangestellten empfindet den Wissensaustausch im eigenen Unternehmen als strukturiert. (Quelle: Statista)

Gefahr durch Wissensverlust

Ein mangelhaftes Informationsmanagement führt schnell zu Wissensverlust. 38 Prozent der Befragten gibt an, dass viele oder sogar alle Informationen verloren gingen, wenn sie das Unternehmen ohne Übergabe verlassen würden. Den Unternehmen würde dabei ein großer Schaden entstehen, erläutert Frank Strotmann, Senior Business Analyst DMS/ECM bei Kyocera Document Solutions Deutschland: „Transparente Informationsprozesse sind ein wichtiger Schlüssel, um am Markt langfristig erfolgreich zu sein. Dies ist vielen Firmen zwar bewusst. Allerdings zeigt unsere Studie, dass es oftmals an Strategien und an Technologie mangelt, um das vorhandene Wissen optimal zu nutzen.“ Strotmann rät Unternehmen, dass sie überprüfen, wie Wissen in ihrem Haus erstellt, weitergeleitet und abgelegt wird.

 Software fürs Wissensmanagement steht auf der Wunschliste weit oben

„Ein wirkungsvoller Weg, Wissen abteilungs- oder unternehmensweit zur Verfügung zu stellen, sind Dokumentenmanagement-Systeme“, erläutert Strotmann. „Diese Systeme verfügen über Suchfunktionen, mit der sich benötigte Informationen in Sekundenschnelle finden lassen. 73 Prozent der von uns befragten Angestellten gab dabei an, dass sie die Einführung einer solchen Software zum Teilen und Erhalten von Wissen begrüßen würden.“

(Aufmacherfoto: Kyocera)

Jürgen Frisch

Jürgen Frisch

Jürgen Frisch arbeitet als freier Journalist für Informationstechnologie in Stuttgart. Seine Spezialgebiete sind betriebswirtschaftliche Standardsoftware, Lösungen zur Kundenbindung und zur Datenanalyse sowie Werkzeuge, mit denen Unternehmen die Zusammrenarbeit ihrer Mitarbeiter effizient organisieren. Vor der Eröffnung seines Redaktionsbüros war erRedakteur und Leitender Redakteur bei IT-Fachzeitschriften wie Computer Zeitung und is report
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