„Teams ist nicht die Antwort auf alles!“ – Fünf Einsatzszenarien, wo Yammer besser ist als Teams

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Wird Microsoft der große Erfolg von Teams jetzt unheimlich? Genau das könnte man meinen, wenn man den neuesten Blogbeitrag auf der Microsoft Techcommunity von Steve Goodman liest. Er versucht, den Hype um Teams etwas zu versachlichen, indem er fünf Gründe aufzeigt, warum Teams nicht für alle Collaboration-Aufgaben das ideale Tool ist. Und warum Yammer weiterhin seine Existenzberechtigung hat. Schauen wir uns die Argumente mal an:

Teams ersetzt kein Enterprise Social Network. Wenn man es für diesen Zweck einzusetzen versucht, werden es die Mitarbeiter nicht als sehr nützlich empfinden.

Zunächst einmal fasst er kurz zusammen, wofür sich Teams ideal eignet: Teams ist ein guter Ersatz für Skype for Business, es erleichtert das Durchführen schneller Teamdiskussionen, unterstützt das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten mit Kollegen und versammelt viele Tools und Bots unter einer Oberfläche. Außerdem kann es die Telefonanlage ersetzen.

Jetzt kommt das „Aber“: „Teams ersetzt kein Enterprise Social Network (ESN).“ Und wenn man es für diesen Zweck einzusetzen versucht, werden es die Mitarbeiter nicht als sehr nützlich empfinden. Yammer hingegen ist als echtes ESN konzipiert und ermöglicht eine offene Kommunikation und Zusammenarbeit über das gesamte Unternehmen hinweg.

Das sind die fünf Gründe, warum Sie Yammer für bestimmte Arten von Konversationen Teams vorziehen sollten:

1. Die richtigen Zielgruppen erreichen

Microsoft hat mit seiner Loop (Schleife)-Grafik visualisiert, wie man seine Tools idealerweise für die Konversationen einsetzt. Yammer deckt hier die „Outer Loop“ ab, was all jene Mitarbeiter meint, mit denen man zwar eine Verbindung hat, die aber nicht unbedingt Mitglied in einem Team sind. Das wäre beispielsweise die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder Geschäftsbereichen. Yammer hilft hier, „traditionelle Barrieren einzureißen“.

2. Nicht nur aktuelle, auch relevanten Informationen

E-Mail und Teams sind primär für aktuell eingehende Informationen und Konversationen geeignet. Yammer hingegen sortiert nicht nur nach gerade Aktuellem, sondern zeigt auch jene Themen, über die gerade viel diskutiert wird. Mit dem Graph bringt Yammer Informationen nach oben, die gerade wichtig sind, beispielsweise von Kollegen, die an den gleichen Aufgaben arbeiten.

3. Einsatz in der Führungskräfte-Kommunikation

Geschäftsführer und Manager kommunizieren oft per E-Mail mit der Belegschaft. Der Hauptnachteil dabei ist, dass es dafür keinen sinnvollen Rückkanal gibt. Teams wiederum bietet zwar echte Interaktion, aber über die vielen Teams im Unternehmen lässt sich damit vermutlich keine sinnvolle, fokussierte Kommunikation aufbauen. Yammer ist dafür die bessere Lösung, wenn man Führungskräfte im Umgang damit schult.

4. Eigene Themen  auch außerhalb des eigenen Teams kommunizieren

Teams ist das Tool der Wahl für die unmittelbare Umgebung, für den „Inner Circle“. Wenn es aber darum geht, auch mit Leuten außerhalb des eigenen Silos zu kommunizieren, ist Yammer die bessere Wahl. Das trifft vor allem dann zu, wenn auch neue Methoden einer offeneren Zusammenarbeit praktizieren möchte, wie das beispielsweise die „Working out Loud“-Initiative propagiert.

5. Fragen stellen, auf die der „Inner Circle“ vielleicht keine Antworten hat

Bevor man eine Direktnachricht an jemanden in einem anderen Team sendet, sollte man überlegen, ob es dafür nicht eine relevante Gruppe in Yammer gibt.

Immer dann, wenn Expertise gesucht ist, die es zwar im eigenen Team nicht gibt, die aber im Unternehmen vorhanden sein könnte, ist Yammer das am besten geeignete Tool. „Bevor man eine Direktnachricht an jemanden in einem anderen Team sendet, sollte man überlegen, ob es dafür nicht eine relevante Gruppe in Yammer gibt.“

Soweit die kurze, kursorische Zusammenfassung der Argumente „Teams vs. Yammer“. Für die eingehendere Beschäftigung empfiehlt sich die Lektüre des englischen Originalartikels.

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