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Unbegrenzter OneDrive-Speicher für Office 365-Abonnenten

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OfficeUNLIMITED_SISU_finalBrandedIm Wettrennen um die Marktführerschaft bei Cloud-Speicher hat Microsoft einen neuen Referenzpunkt gesetzt: Kunden der kostenpflichtigen Office 365-Pläne erhalten für das darin enthaltene OneDrive (for Business) zukünftig unbegrenztes Speichervolumen, die bisherige Grenze von einem Terabyte verschwindet. Allerdings kommt an dieser Stelle wieder einmal der oft übersehene, gravierende Unterschied zwischen dem Konsumentendienst OneDrive und dessen “großen Bruder” OneDrive for Business zum Tragen:

Nutzer des “persönlichen” Dienstes OneDrive, wie er in den Plänen Office 365 Home, Office 365 Personal und Office 365 University enthalten ist, profitieren umgehend von der neuen Erweiterung. Umgehend heißt, dass der Rollout sofort beginnt, genaue Termine, wann welcher Kunde betroffen ist, kann Microsoft allerdings nicht nennen.

Übergangslösung für die lange Wartezeit

Kunden der für größere geschäftliche Einsatzzwecke ausgelegten Office 365-Pläne, die von Office 365 Business Essential bis zu E1-4 und Office 365 ProPlus reichen, müssen noch einige Monate warten. Allerdings gibt es für Ungeduldige eine Zwischenlösung, die Marijan Kelava beschrieben hat: Wenn man der Einladung von Microsoft folgt und sich hier auf die Warteliste setzen lässt, erhält man sofort ein Upgrade auf 10 Terabyte, das bis zur endgültigen Umstellung gilt.

Die Gründe für die verzögerte Einführung liegen in den architektonischen Besonderheiten von OneDrive for Business begründet. Bekanntlich basiert es anders als OneDrive auf SharePoint-Site-Collections und -Datenbanken, woraus sich für die Anwender einige SharePoint-typische Einschränkungen bei Dateinamen oder Anzahl der Objekte ergeben:

OneDrive for Business mit SharePoint-Limitierungen

  1. Anders als bei OneDrive ist derzeit keine selektive Synchronisation möglich. Das heißt, dass immer der komplette Cloud-Inhalt mit den Client-Rechnern synchronisiert wird. Die Grenze ist somit durch die Größe der lokalen Festplatte vorgegeben, bei mobilen Geräten wird es sehr schnell eng
  2. OneDrive for Business kann maximal 20.000 Elemente synchronisieren.
  3. Da die Daten selbst in einer SQL Server-Datenbank und nicht in einem Dateisystem gespeichert werden, kommen auch noch Grenzen pro Ordner zum Tragen. Diese liegen derzeit bei 5.000 Elementen. Falls mehr Objekte hineinkopiert werden, spart die Synchronisation diese aus.

Quelle:

Microsoft OneDrive-Blog

Wolfgang Miedl

Wolfgang Miedl ist der Gründer von SharePoint360.de. Als Fachautor und Analyst ist er seit über 20 Jahren für große Unternehmen mit Arbeitsplatz- und Collaboration-Themen im Microsoft-Umfeld tätig. Gemeinsam mit Prof. Arno Hitzges von der HDM Stuttgart hat er die vielbeachtete SharePoint Anwenderstudie 2016 herausgebracht.