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Was taugt Office Mobile? Stärken und Schwächen von Word, Excel & Powerpoint auf Android (Serie “Office-Apps” – Teil 1)

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unnamedFrüher waren Office und Windows untrennbar verbunden, doch im neuen Microsoft-Zeitalter der “Devices und Services” rückt das Cloud-Office 365 immer stärker in den Mittelpunkt. Und damit auch die Nicht-Microsoft Plattformen Android und iOS, die bei Tablets und Smartphones zusammen deutlich über 90 Prozent Marktanteil besitzen. Microsoft bedient die beiden Konkurrenzsysteme inzwischen mit einen ganzen Palette an Apps und baut deren Funktionsumfang stetig aus. Im ersten Teil unseres Office-App-Specials nehmen wie die Kern-Apps Word, Excel und Powerpoint unter die Lupe, die konsequenterweise unter “Office Mobile” auftreten. Hält die Suite, was der große Name verspricht?

Wir haben uns exemplarisch die aktuelle Version von Office Mobile für Android näher angesehen, als Hardware kommt ein HTC ONE (M8) mit Android 4.4.4 zum Einsatz. Zunächst fallen zwei Dinge auf: Einerseits wirkt die Nutzeroberfläche sehr aufgeräumt und übersichtlich, andererseits ist die App-Sammlung auf reine Textbearbeitungsfunktionen reduziert, Bilder lassen sich generell nicht in Dokumente einzufügen oder bearbeiten. Die Daten lagern dabei stets auf ein OneDrive-Konto, lokal auf dem Smartphone kann nichts gespeichert werden. Zusätzlich stehen aber auch die kostenpflichtigen Dienste Office 365 und eine SharePoint-Website als alternative Speicherorte zur Verfügung. Immerhin lassen sich Daten auch offline bearbeitet, die Aktualisierung erfolgt, sobald wieder ein Internetverbindung besteht. Generell sollten die Nutzer keine zu hohen Erwartungen anlegen und sich auf stark abgespeckte Versionen von Word, Excel und PowerPoint einstellen.

Word  – beschränkt auf’s Handy-Format

Screenshot_2014-10-29-17-01-02Um es gleich vorwegzunehmen: Auf dem naturgemäß relativ kleinen Display eines Smartphones ein komplettes Dokument zu erstellen – noch dazu mit Fingerbedienung – ist keine besonders empfehlenswerte Arbeitsweise. Trotz der automatischen Texterkennung beim Tippen dauert die Eingabe sehr viel länger als am PC, und auch der Funktionsumfang für die Textbearbeitung ist stark eingeschränkt. Die Formatierungsmöglichkeiten beschränken sich auf wenige grundlegende Optionen, wie der Screenshot erkennen lässt. So gibt es lediglich die drei gezeigten Farben zum Markieren oder Einfärben des Textes.

Ebenso gibt es weder Formatvorlagen noch Möglichkeiten, um Texte einzurücken, Spalten anzulegen oder Aufzählungszeichen zu verwenden. Die Word-Komponente von Office Mobile ist daher nur als rudimentärer Text-Editor zu betrachten, der sich in erster Linie zum Lesen von Dokumenten und einfachen inhaltlichen Bearbeitungen eignet.

Trotzdem ist ein wichtiger Pluspunkt zu erwähnen: Formatierung von bestehenden Word-Dokumenten bleiben unangetastet, so dass unterwegs jederzeit Problemlos am PC erstellte Texte bearbeitet werden können.

Excel Mobile – Zwerg mit Stärken

Screenshot_2014-10-30-09-55-05Deutlich mehr zu bieten hat da schon Excel Mobile. Der Anwender kann her zahlreiche Formeln verwenden, die schon von der Desktop-Variante her bekannt sind. Dazu klickt man lediglich in das gewünschte Feld und anschließend auf den Button “fx”. Die im Dialog angebotenen Formeln kommen aus den Bereichen Finanzmathematik, Datum und Uhrzeit, Mathematik und Trigonometrie, Statistik, Verweis, Datenbank, Text, Wahrheitswert und Information.

Die Bedienung ist insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig. Wird ein neues Dokument geöffnet, ist bereits das Feld A1 ausgewählt und die Tastatur geöffnet. In dieser Ansicht kann man zwar problemlos auch andere Felder auswählen. Doch um in das Menü zu gelangen, muss man erst auf “Fertig” tippen. Nun steht auch die Kopfleiste zur Verfügung, in der man Blätter der Mappe auswählen, innerhalb des Dokuments suchen, mit Listen arbeiten oder eine der AutoSummen verwenden kann. Die Tastatur bekommt man übrigens per doppeltem antippen auf ein Feld angezeigt.

Weitere typische Excel-Funktionen wie etwa Grafiken oder Diagramme, die beliebte Suche nach Doubletten oder gar Makros sind dagegen nicht enthalten. Ferner können kennwortgeschützte Arbeitsmappen nicht geöffnet werden. Mit Excel in Office Mobile lässt sich einiges anfangen. Abhängig von der Intensität der Nutzung im Büro stellt man entweder nur Unterschiede in der Bedienung fest oder aber man vermisst wichtige Funktionen.

Powerloses PowerPoint

Screenshot_2014-10-30-10-08-47Während man in Word und Excel Mobile ganz gut ohne Bildbearbeitung auskommt, erweist sich dieses Defizit bei PowerPoint als Problem. Denn das bedeutet zum Beispiel, dass kein Hintergrundbild für Folien eingestellt oder verändert werden kann. Die Idee, eine komplett neue Präsentation mit Office Mobile zu erstellen, kann sich der Benutzer sowieso von vorneherein abschminken – dazu fehlt schlicht eine Option für neue Dokumente. Was bleibt ist also die Möglichkeit, bereits bestehende Präsentationen zu bearbeiten – aber hier eben nur den Text.

Öffnet der Nutzer eine bestehende Präsentation, startet er mit der ersten Folie in dem Notizmodus. Durch wischen nach links und rechts kann er die folgenden oder vorhergehenden Folien aufrufen, durch Tippen auf den Bildschirmbereich unter der Folie kann er Notizen hinzufügen. Über ein Kachelsymbol in der Kopfleiste gelangt man zur Gliederung der Präsentation, mit dem daneben abgebildete Stift öffnet man den Bearbeitungsmodus. Auch hier gelangt man wieder durch doppeltes Tippen in einem der Textfelder zur Tastatur, um den Text zu Bearbeiten. Weitere Möglichkeiten wie etwa Textformatierungen stehen aber nicht zur Verfügung.

Fazit

Office Mobile für Android und iOS weckt hohe Erwartungen, die es allerdings nur teilweise einlösen kann. Es fehlen einfach vielfältige Funktionen, die der PC-Nutzer für die produktive Arbeit gewohnt ist. Fairerweise muss man allerdings auch einräumen, dass Smartphones alleine von ihrem Formfaktor her enge Grenzen für die Arbeit mit Office-Dokumenten setzen. Die Applikationen sind dafür gemacht, um sich unterwegs schnell ein paar Dokumente und Präsentationen anzusehen, oder noch ein paar Last-Minute-Änderungen vorzunehmen. Für intensivere Arbeiten empfiehlt sich aber weiterhin ein Gerät mit großem Bildschirm und einer echten Tastatur.

Immerhin stellt Microsoft die Apps kostenlos zur Verfügung, das Kalkül dahinter lautet, die Nutzer für die eigenen Cloud-Dienste zu gewinnen – entweder für das ebenfalls kostenlose OneDrive, oder den Bezahldienst Office 365.

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DEN BEITRAG KOMMENTIEREN:

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JRS
Gast
JRS

Mich würde mal interessieren wie Office Mobile bei WindowsPhone abschneidet? Besser, schlechter oder etwa gleich?

Wolfgang Miedl
Webmaster
Wolfgang Miedl

Wenn ich das auf dem Windows Phone vergleiche, sehe ich auf den ersten Blick keine großartigen fuktionalen Unterschiede. Ich habs mal notiert für einen direkten Vergleich, den wir noch nachschieben sollten.

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