Der Datenskandal, und was das für Facebooks B2B-Netzwerk ‘Workplace’ bedeutet

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FB-DislikeFacebook kommt in Zusammenhang mit den Datenmissbrauchsvorwürfen durch Cambridge Analytics nicht aus den Schlagzeilen. Was das für den B2B-Bereich, nämlich Workplace by Facebook  bedeutet, hat der Analyst Tony Byrne von der Real Story Group kurz zusammengefasst. Seine Einschätzung zu Facebooks Enterprise-Social-Network (ESN) nach den jüngsten Ereignissen: “Jene Geschäftsentscheider, die mit dieser Lösung liebäugelten, dürften ihre Haltung jetzt noch einmal überdenken.”

Hoffentlich haben wir alle die Lektion gelernt, was passiert, wenn man nicht bereit ist, einen fairen Preis für einen Dienst zu bezahlen.

Facebook hat mit Workplace einiges Aufsehen erregt und wird trotz des späten Starts als ernster Konkurrent im Markt wahrgenommen. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass jeder genau weiß, wie Facebook funktioniert, ob als Entscheider oder als Anwender, der damit arbeiten soll. Und dann kommt auch noch das sehr verlockende Preismodell gegenüber anderen geschäftlichen sozialen Netzwerken als Pluspunkt dazu. Genau hier setzt aber Byrnes größter Kritikpunkt an: „Hoffentlich haben wir alle die Lektion gelernt, was passiert, wenn man nicht bereit ist, einen fairen Preis für einen Dienst zu bezahlen.“

Seine weiteren Lehren aus dem Fall lauten:

  • Legen Sie die selben kritischen Auswahlkriterien bei populären Technologieanbietern an, die Sie auch bei jedem anderen anlegen würden. Gewähren Sie keinen Bonus für Markennamen oder „Open-Source“.
  • Verfallen Sie nicht der Idee einer Lösung, sondern finden Sie die bester Technologie-Anbieter-Kombination.
  • Fokussieren Sie weniger auf Plattformen wie Enterprise Social Network, sondern mehr auf Nutzen-stiftende Anwendungen.
  • Genießen Sie die aktuellen Hypes der Branchen-Gurus stets mit Vorsicht.
  • Und am wichtigsten: Seien Sie vorsichtig bei Massenmarkt-Anbietern, die den B2B-Markt als neuen Geschäftszweig entdecken. Das gilt auch für Google. Google und Facebook sprechen von neuen Einnahmequellen, aber Investoren sehen beide Unternehmen weiterhin als reine Internet-Werbeplattformen. Das sollten Sie als Geschäftsentscheider ebenso sehen.

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