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Forrester: Vorerst kein ernster Office-Gegner für Microsoft in Sicht; Open Office bricht ein

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forrester-logoForrester-Analyst Philipp Karcher hat nach zwei Jahren wieder einmal das Marksegment der Office-Suiten unter die Lupe genommen und dazu 155 IT-Entscheider zu ihren Erfahrungen und Plänen befragt. Platzhirsch Microsoft kann sich über das Ergebnis freuen, denn trotz eines vitalen Wettbewerbsumfeld bleibt der Marktanteil im Unternehmensumfeld auf hohem Niveau stabil. Zu den interessanten Erkenntnissen zählt das stark eingebrochene Interesse an Open-Office-Derivaten, während sich Cloud-Lösungen wie Google Docs im Aufwind befinden.

Cloud vor allem bei E-Mail eine Option

Forrester nahm den aktuell anstehenden Release-Wechsel zu Office 2013 zum Anlass, um IT-Entscheider zu ihren Ambitionen in Sachen Anbieter-Wechsel zu befragen. Wie sich dabei herausstellte, ist die Cloud ist inzwischen für viele Unternehmen ein wichtiges Thema, das vor allem den Bereich E-Mail betrifft. Ein Fünftel der Unternehmen nutzt aktuell Office 365 oder Google Apps für E-Mail, ein weiteres Viertel plant den Einsatz von gehosteten Diensten. Allerdings sagen 48 Prozent, dass sie keinerlei Pläne für eine Auslagerung zu einem externen Anbieter hegen. Die Hälfte der Cloud-E-Mail-Nutzer betreibt im Übrigen hybride Szenarien.

Mehrheit bei Office 2010, langsamer Umstieg auf 2013

Office 2010 dominiert nach wie vor in den UnternehmenAuch über die Verbreitung der in den Unternehmen verwendeten Office-Produktivitäts-Suiten gibt die Studie Auskunft (mit Mehrfachnennungen). Hier führt Office 2010 mit einem Anteil von 85 Prozent vor Office 2007 mit 51 Prozent. Office 2013 kommt erst auf 22 Prozent und verbreitet sich laut Forrester deutlich langsamer als die Vorgängerversion. Ein Viertel plant die Einführung von Office 2013 im Lauf des nächsten Jahres.

Wenig erfreulich ist das Ergebnis für die lange Zeit als ernsthafte Rivalen gehandelten Open-Source-Suiten Open Office und LibreOffice. Diese haben seit der letzten Befragung 2011 stark an Bedeutung verloren und sind von 13 Prozent auf fünf Prozent abgesackt. Allerdings weist Karcher darauf hin, dass die Open Office-Derivate in Europa eine größere Verbreitung genießen.

Google kommt hier bereits auf einen Verbreitungsgrad von 13 Prozent, während Microsoft mit den Office Web Apps als Kostenlos-Alternative mit neun Prozent gut mithält. Sehr geringes Interesse besteht offenbar an IBM Docs sowie an dem einstigen Office-Pionier Corel WordPerfect Office.

Wenig echte Mehrwerte für Office 2013

Interessant sind auch die genannten Gründe für die Zurückhaltung beim neuen Office. Nur ein Drittel macht das in der Überzeugung, mit Office 2013 gewinnbringende Funktionen zu erhalten, zwei Drittel hingegen migriert vor allem deshalb, weil das Upgrade Bestandteil des Lizenzprogramms ist.

Office-Kompatibilität bindet die Kunden

Format-Kompatibilität - nach wie vor das wichtigste Argument pro MS-OficeBefragt wurden die IT-Manager auch nach den Motiven, die bei der Wahl einer Office-Plattform maßgeblich sind. Hier führt der Punkt “Kompatibilität mit MS Office-Formaten” mit 77 Prozent vor der “Integration mit vorhandenen E-Mail-Lösungen” und dem Kostenaspekt “Geringere Lizenzgebühren”.

Fazit

Das Forrester-Fazit lautet, dass das Interesse an Alternativen bei vielen Anwendern vorhanden ist, und dass hier vor allem die kostenlosen Produkte iWork von Apple und Google Docs langsam Marktanteile gewinnen könnten. Jedoch stellen die meisten Anwender immer wieder fest, dass nicht nur Kompatibilität, Makros, Formatierungen und SmartArt einen Wechsel erschweren, sondern auch die große Affinität der Benutzer für die Microsoft-Produkte.

Die Studie ist hier für 2.495 US-Dollar erhältlich: Forrester Research: Market Update: Office 2013 And Productivity Suite Alternatives

Wolfgang Miedl

Wolfgang Miedl ist der Gründer von SharePoint360.de. Als Fachautor und Analyst ist er seit über 20 Jahren für große Unternehmen mit Arbeitsplatz- und Collaboration-Themen im Microsoft-Umfeld tätig. Gemeinsam mit Prof. Arno Hitzges von der HDM Stuttgart hat er die vielbeachtete SharePoint Anwenderstudie 2016 herausgebracht.
Dennis Weilandt
Dennis Weilandt

Tatsächlich gibt es aus meiner Erfahrung als mittelständischer Unternehmer nur ein Office-Paket, das als ernsthafte Alternative zu Microsoft Office in Frage kommt, und das ist SoftMaker Office Professional.

Dieses Officepaket made in Germany bietet mir nicht nur bei Bedarf ad hoc kompetenten technischen Support (und zwar kostenlos), sondern ist – als einzige aller getesteten Alternativen – tatsächlich reibungslos kompatibel mit allen MSO-Formaten, d.h. der Austausch funktioniert verlustfrei in beide Richtungen.

Zudem bringt es, wiederum als einzige Alternative, mit eM Client 5 Pro eine sehr brauchbare Outlook-Alternative mit. Funktionell ist alles Wichtige dabei, und der Umstieg gelingt recht flott. Von der Kostenersparnis ganz zu schweigen (99 Euro für drei Arbeitsplätze).

Nach gescheiterten Umstiegsversuchen auf Libre-/OpenOffice bin ich mit dem SoftMaker-Gesamtpaket äußerst zufrieden und kann es weiterempfehlen!

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