Microsoft Loop, die neue Office-App – der Zwitter aus OneNote und Teams

Bei der Frage nach der optimalen App für Zusammenarbeit denkt man im Microsoft-Umfeld automatisch an Teams. Inzwischen haben die Redmonder mit Loop eine interessante Alternative herausgebracht. Bei Loop handelt es sich um eine Office-App der neuen Generation, die interessante Funktionen kombiniert.

Loop – der Zwitter aus OneNote und Teams

Microsoft Loop ist zunächst einmal der neue Name für das 2019 vorgestellte Fluid Framework. Gleichzeitig steht der Name auch für die neue Produktivitäts-App Loop. Es handelt sich dabei eine neue Art von Office-Anwendung, mit der sich über das Internet verteilte hybride Dokumente erstellen lassen.

Grob vereinfacht könnte man Loop als Zwitter aus OneNote und Teams beschreiben. Es bietet einerseits Office-typische Produktivitäts-Komponenten in einer Editor-Umgebung, andererseits unterstützt es einen interaktiven Arbeitsstil mit vernetzten Kollegen, der an Teams erinnert.

Virtuelle Leinwand für verteilte Dokumente

Loop ähnelt dem Projektmanagement-Tool Notion, das ebenfalls auf einer virtuelle Leinwand basiert. Darin werden kollaborative Inhaltskomponenten bereitgestellt, die ein gemeinsames Arbeiten an verteilten Dokument ermöglichen.

Die Loop-App erinnert an OneNote – mit deutlich erweitertem Funktionsumfang durch eingebettete Office-Komponenten.

Anders als Notion kann Loop aber entweder als separate App genutzt werden, oder als Baukasten für einzelne Office-Komponenten. Diese Komponenten lassen sich dann in andere Office 365-Apps wie Outlook, Teams oder Whiteboard einbetten.

Zum Marktstart im November stehen erste Loop-Komponenten zur Verfügung, die sich in bestehende Office-Apps integrieren lassen. Nach und nach werden Loop-Komponenten in Teams, OneDrive, Office.com und den mobilen Office-Apps integriert.

Die eigenständige Loop-App wird erst 2022 erscheinen.

Loop-Komponenten als eingebettete Mini-Dokumente

Loop-Komponenten kann man sich als Mini-Dokumente aus klassischen Office-Anwendungen vorstellen. Das Grundprinzip erinnert an Office-OLE aus den 90ern, das zum Beispiel ein Einbetten einer Excel-Tabelle in ein Word-Dokument ermöglicht.

Bei Loop können das Tabellen, Notizen oder Aufgaben sein, aber auch Kundendatensätze in Dymamics 365. Diese Programmkomponenten lassen sich dann in Chats, E-Mails, Besprechungen, Dokumenten oder Webseiten einbetten.

Loop-Inhalte können an beliebigen Stellen bei verschiedenen Nutzern liegen und werden dabei über Netzwerkgrenzen hinweg automatisch synchronisiert. Dabei kommt die neue, schnellere Synchronisationstechnik ins Spiel.

Loop-Seiten und Loop-Arbeitsbereiche

Loop-Seiten sind laut Microsoft „flexible Leinwände“, auf denen Benutzer vielerlei Komponenten wie Dateien, Links und Daten organisieren können. Loop Arbeitsbereiche sind geteilte Räume, in denen Teams alle Aspekte eines Projekts einbinden können. Daran können sie stets synchron wie auch asynchron arbeiten.

Die Loop-Komponente „Status-Tracker“ lässt sich in den Teams-Chat einbetten.

Erste Loop-Erweiterung für Teams ab November

Auf der Ignite stellt Microsoft erste Loop-Komponenten für Teams vor. Zum einen ist das eine Abstimmungs-Tabelle für Teams, zum anderen eine zum Erfassen von Team-Informationen wie Projektfortschritt und Status (siehe Bild). Beide Komponenten sollen noch im November in Teams-Chats verfügbar sein.

Die bereits angekündigten Fluid-Komponenten wie Agenda, Notizen und Aufgabenliste sind ebenfalls in Kürze verfügbar. Diese lassen sich beispielsweise als Besprechungsnotizen in Outlook- oder Teams-Einladungen hinzufügen. Damit können die Besprechungsteilnehmer schon vorab ihre Zusammenarbeit starten und sie hinterher fortführen.

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