KI-Rückzieher bei Teams: Copilot und Meeting AI lassen sich in Besprechungen abschalten
Nach dem ständigen Zubau von KI-Funktionen in Teams legt Microsoft nun den Rückwärtsgang ein. Die Meeting AI-Erweiterungen Copilot, Facilitator und Intelligent Recap lassen sich jetzt während einer laufenden Besprechung ein- und ausschalten.
Bisher galten für den Einsatz von KI in Teams-Besprechungen globale Richtlinien, die über Admin-Center und der Meeting-Konfiguration definiert wurden. Das ändert sich nun, wie der Meldung im Microsoft 365-Nachrichtencenter zu entnehmen ist.

Mit der Umstellung erscheint nun in der Besprechungsleiste ein neuer „Meeting AI“-Schalter, der die Steuerung drei KI-Funktionen auch während einer Besprechung ermöglicht. Soll etwa nur Facilitator für die automatische Protokollierung genutzt werden, kann dieser einzeln zugeschaltet werden. Copilot und Recap bleiben dann deaktiviert.
Beim Facilitator handelt es sich um eine neue Funktion, die Wissenslücken oder ungeklärte Fragen der Teilnehmer erkennen soll. Werden Unsicherheiten festgestellt, wird mittels Bing-Websuche nach passenden Informationen gesucht und die Antwort automatisch im Besprechungschat ausgegeben.
Die Meeting-AI-Schaltfläche erscheinen allerdings nur dann, wenn sie über die Tenant-Richtlinie erlaubt wurde. Bestehende Richtlinien, Compliance-Vorgaben und Lizenzanforderungen bleiben dabei unverändert – die Neuerung erweitert lediglich die Kontrolle im Einzelmeeting.
KI-Funktion ist an die Transkription gekoppelt
Ein paar wichtige technische Zusammenhänge sind dabei zu erwähnen. So sind Meeting AI und die Transkription aneinander gekoppelt. Wenn Meeting AI aktiviert wird, schaltet sich auch automatisch die Transkription ein und erzeugt einen Recap. Umgekehrt werden beim Start der Abschrift automatisch Meeting AI und die Zusammenfassung eingeschaltet.
Soll eine Besprechung vollständig KI-frei halten will, müssen Meeting AI und Transkription deaktiviert bleiben. Der Schalter wirkt zudem nur auf neue Besprechungen. Bereits erzeugte Zusammenfassungen oder Notizen bleiben bestehen und unterliegen weiterhin den geltenden Aufbewahrungsrichtlinien.
Der Rollout der neuen Einstellungen läuft seit Anfang Juli 2026 und soll bis Ende Juli abgeschlossen sein.

