Microsoft stoppt sein Browser-Abenteuer Edge und steigt auf Chromium um

Vom Marktführer zum Abgehängten
Man muss sich das nochmal vor Augen führen: Microsoft war mit dem Internet Explorer sehr lange der unangefochtene Marktführer, und lag 2008 noch bei 69 Prozent, mit Firefox bei 26 Prozent (Stat Counter). Google hat mit Chrome ab 2011 abgehoben und liegt derzeit bei 70 Prozent.

Was ist der perfekte SharePoint-Browser?
Für Office 365- und SharePoint-Anwender ist das Thema natürlich immer schon von Interesse, weil hier der Browser das Anwendungs-Frontend darstellt. Und hier liegt tatsächlich weiterhin einiges im Argen. Zu lange nämlich hat man den „Haus-Browser“ Internet Explorer als Client bevorzugt. Das drückte sich auch in Windows-spezifischen Sonderfunktionen wie beispielsweise „Öffnen im Explorer“ aus SharePoint-Bibliotheken heraus aus – basierend auf ActiveX-Komponenten. Spätestens mit Windows 10 trat so die paradoxe Situation auf, dass der neue Microsoft-Browser Edge nicht hundert Prozent SharePoint-kompatibel war, teilweise sogar schlechter als Chrome oder Firefox. Gleichzeitig wurde der Internet Explorer aufs Abstellgleis gestellt, er fristet im aktuellen System ein Randdasein und gilt als „auslaufend“. Mehr Details über die Browser-Kompatibilität und die technischen Hintergründe sind in diesem Artikel zu finden.
Trotz zuletzt guter Fortschritte wird wohl kaum jemand Edge nachtrauern, aber dafür macht Microsoft den Browser-Krieg nun wieder spannend. Das Thema Kompatibilität ist mit Chromium auf jeden Fall ein Heimspiel, und mal schaun, ob sie den Rest auch wieder auf die Erfolgsspur hieven können.

