Neue Marktübersicht ‚Intranet-in-a-box 2019‘: 56 Produkte im Vergleich

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Das britische Beratungshaus Clearbox, das sich auf SharePoint-Intranets spezialisiert hat, hat wieder eine Marktübersicht im Bereich der Intranet-in-a-Box-Produkte veröffentlicht. Die Liste ist gegenüber 2018 weiter gewachsen auf 56 Kandidaten – obwohl Microsoft inzwischen die Intranet-Funktionen von SharePoint deutlich ausgebaut hat.

Laut den Autoren gibt es weiterhin viel Raum für Verbesserungen durch In-a-Box-Produkte, vor allem aufgrund der Komplexität von Office 365 und vieler fehlenden oder überlappender Funktionen. Das gilt speziell für Anwender, die SharePoint On-Premises einsetzen.

Das sind die aktuellen Markttrends

Leicht und schlank:

Einige Hersteller reagieren auf die wachsenden Grundfunktionen von SharePoint mit dem Abspecken ihrer Produkte. Die Idee dabei ist, dass die Kunden nicht für Features zahlen sollen, die Microsoft bereits zur Verfügung stellt. Auf diese Weise verbessert sich auch die Kompatibilität mit SharePoint.

Sprachunterstützung:

Mehrsprachigkeit war bisher keine Selbstverständlichkeit in diesem Sektor, jetzt nehmen sich immer mehr Anbieter dieses Themas an.

Digital-Workplace-Hubs:

Einige Produkte gehen über den Bereich Intranet hinaus und präsentieren sich als Hub oder Entwicklungsplattform für Digital-Workplace-Technologien. Vor allem für größere und internationale Unternehmen, und solche, die auch nicht-Microsoft-Produkte integrieren möchten, ergeben sich hier Vorteile.

Dynamik im Markt:

Entgegen der Erwartungen der Autoren sind 2018 weitere Anbieter an den Start gegangen. Das ergibt dann Sinn, wenn man innovative Ansätze liefert. Jene Produkte, die nicht viel mehr als Oberflächenkosmetik für Office 365 („Branding“) bieten, werden es hingegen schwerer haben, Kunden zu finden. Einige Produkte aus der Vorjahres-Studie sind verschwunden. Als neue Herausforderung für die Hersteller ist die SharePoint ModernUI dazugekommen. Für einige könnte der Aufwand zu groß sein, dieses neue Technikparadigma zusätzlich zu unterstützen.

Wo hapert es noch bei den Intranet-in-a-box-Produkten?

Kurz zusammengefasst leisten die meisten der verglichenen Produkte laut Clearbox einen guten Job beim Publizieren von News und dem Erstellen von statischen Seiten. Dennoch bestünden weiterhin noch etliche Lücken:

Activity Streams:

Derzeit mangelt es an vielen digitalen Arbeitsplätzen vor allem an einer einheitlichen Übersicht über jede Art von Benachrichtigungen an einer zentralen Stelle. Ein Activity Stream als Aggregationspunkt wäre eine naheliegende Möglichkeit, um Kurznachrichten, Kommentare, Aktualisierungen von Dokumenten, Likes und andere Informationen zusammenlaufen zu lassen. Solche Konzepte findet man heute Ansatzweise in Teams, aber hier ist noch viel Spielraum für Verbesserungen.

Social Intranets:

Nach wie vor bieten nur wenige Produkte eine durchgängige Unterstützung von Social-Networking-Funktionen. Im SharePoint und Office 365-Standard fehlen diese mit dem Wegfall des Newsfeed vollständig.

Analytics:

Ganz wenige Produkte haben die volle Punktzahl für Analytics-Funktionen erhalten. Bei großen Unternehmen, die in der Regel über ausgewachsene Drittanbieter-Lösungen verfügen, besteht dazu wenig Notwendigkeit. Ansonsten ergibt sich hier oft eine Lücke zwischen dem, was SharePoint bietet und was Intranet-Manager für die Arbeit benötigen.

Suche:

Umfangreiche Intranet-spezifische Suchfunktionen sind weiterhin Mangelware.

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