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Neuer deutscher Web-App-Konkurrent: Kann OX Documents Office 365, Google Docs und IBM Docs aufmischen?

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Wie schlägt sich OX Documents im Vergeich mit den großen Anbietern?In die Riege der Cloud-Office-Anbieter reiht sich ein neuer Mitbewerber ein: Der deutsche Goupware-Anbieter Open Xchange (OX) bringt mit OX Documents eine Alternative zu den großen Browser-Office-Suiten an den Start. Den Anfang macht die Textverarbeitung OX Text, die sich in die Groupware OX App Suite integriert. Die Experton-Analysten Axel Oppermann und Frank Schmeiler haben sich das neue Angebot näher angesehen und stellen es in einer Vergleichstabelle den drei Hauptkonkurrenten gegenüber.

Open Xchange ist eine hierzulande relativ bekannte Open-Source-Kommunikations- und Collaboration-Suite, die auf Linux basiert und im Umfeld von Microsoft Exchange und IBM Domino/Notes positioniert wird. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über Cloud-Service-Provider wie 1&1, Strato und Host Europe.

Der Schritt zur Erweiterung in Richtung Web-Office erfolgte nach der Übernahme von Open Office durch Oracle und der dadurch entstandenen Lücke in der Open-Souce-Welt. Open Xchange beschloss die Übernahme des 15-köpfige Open-Office-Kompetenzteams in Hamburg (dessen Wurzeln übrigens im in den 90ern recht populären Open-Office-Vorgänger StarOffice liegen). Aus diesem Grund bezeichnen die beiden Analysten das neue OX Documents auch als Web-Nachfolger von Open Office.

Start mit der Textverarbeitung OX Text

OX Text auf dem Tablet

Anfang April soll OX Text an den Start gehen, das dann die Bearbeitung von Microsoft Word- (.DOCX) und Open/Libre-Office-Dokumenten (.ODT) im Browser ermöglicht. Eine offene Demo von OX Text kann hier gestartet werden. Im Gegensatz zu einigen anderen Anbietern lässt OX Text den Anwendern die Wahl des Dateiformats offen. OX Text kann .DOCX- und .ODT-Dateien im Browser lesen und editieren, ohne diese zu konvertieren. Da OX Text nur die Änderungen und nicht das gesamte Dokument speichert, bleiben Formatierungen und Layout des ursprünglichen Dokumentes vollständig erhalten. Realisiert wird dies über eine jeweilige Beschränkung der Bearbeitungsfunktionen.

Viewer, Tabellen und Präsentationen

Daneben gibt es ab Anfang April den OX Document Viewer, der verschiedenste Office-Formate wie Text, PDF, Tabellenkalkulationen und Präsentationen im Browser darstellen kann, ohne dass diese auf das Endgeräte heruntergeladen werden müssen. Zur Vervollständigung der Suite folgen im Lauf des Jahres noch OX Spreadsheet und OC Presentation als Pendants zu Excel und Powerpoint.

OX Documents wird sowohl eigenständig wie auch als Erweiterung der OX App Suite erhältlich sein. Die im Februar veröffentlichte Browser-basierte OX App Suite umfasst Apps zur Bearbeitung von E-Mails, Terminen und Kontakten, die um Nachrichten und Informationen aus sozialen Netzwerken ergänzt werden können. Abgerundet wird der Funktionsumfang von OX App Suite mit einer Dateiverwaltung für Bilder-, Audio-, Video- und Office-Dateien.

Das User-Interface der OX App Suite wurde in “Responsive Design” realisiert und passt sich so bei der Darstellung automatisch an die Display-Größen verschiedener Endgeräte wie  PC, Laptop, Tablet und Smartphone an. Sowohl App Suite wie auch OX Documents sind online- und offline-fähig, so dass angefangene E-Mails und Dokumente auch dann nicht verloren gehen, wenn die Internetverbindung abbricht. Bei der nächsten Verbindung werden die Änderungen automatisch übertragen.

Fazit: Herausforderer für Google Desktop

Im Fazit halten die Experton-Analysten die neue Suite für einen relevanten Mitbewerber, der sich als interessante Alternative für Unternehmen anbietet. Eine ernsthafte Konkurrenz gegen Office 365 sehen sie momentan zwar nicht, jedoch könnte sich Open Xchange zum wichtigsten Herausforderer von Google im Bereich Web-Desktop entwickeln.

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