Build-News: Interaktiveres Teams mit Live Share und Öffnung von Loop für individuelle Komponenten

Microsoft hat letzte Woche auf seiner virtuellen Build-Konferenz auch einige Neuerungen im Bereich Microsoft 365 und Teams vorgestellt. Zwar liegt der Schwerpunkt der Build immer auf techniklastigen Entwicklerthemen, doch in der Flut der Ankündigungen sind auch einige für den praktischen Anwendungsalltag wichtige News zu finden.

Interaktive Teams-Besprechungen mit Live Share

Bei Live Share zum Beispiel handelt es sich um eine spannende Erweiterung für Teams. Die Grundidee dahinter sind interaktive Apps, die das Erlebnis in Teams-Besprechungen erweitern. Statt der üblichen Desktop-Freigaben, die sich auf ein Vorführen eines geteilten Bildschirms beschränken, können zukünftig mehrere Teilnehmer einer Besprechung gemeinsam „eingreifen“ und an geteilten Inhalten arbeiten.

Als Beispiel zeigte Microsoft einen Live-Share-Prototypen von Hexagon, der Ingenieuren die Möglichkeit bietet, in 3D-Modellen Anmerkungen zum machen oder sie zu bearbeiten.

Individuell erstellte Loop-Komponenten

Die kürzlich eingeführten Loop-Komponenten lassen sich zukünftig nach individuell Bedürfnissen erstellen. Bisher bietet Microsoft nur einige standardisierte Produktivitäts-Komponenten an, die sich in Office-Apps wie Teams, Outlook, OneNote, Websites und dergleichen einbetten lassen.

Loop-Besipiel: Eine Adaptive Card, hier von Zoho, wurde in diesem Beispiel über Outlook verschickt. Der Empfänger wird hier um Bestätigung gebeten. Nachdem er in der Mail bestätigt, werden sowohl bei den Empfängern im Teams-Chat wie im Zoho-Workplace-Portal die Status in Echtzeit aktualisiert.

Zukünftig können Entwickler eigene Loop-Komponenten erstellen, wie das auf der Build gezeigte Szenario mit Loop-basierenden Adaptive Cards zeigt. Bei Adaptive Cards handelt es sich um Inhaltsmodule auf der Basis eines Microsoft-Standards, die sich einmal erstellt in auf jedem Endgerät und Formfaktor auf angepasste Weise einbinden lassen.

Mit auf Loop basierenden Adaptive Cards wie dem Zoho-Beispiel im Bild können interaktive Inhaltselemente über diverse Apps und Netzwerke hinweg verteilt werden – ob in Outlook, Teams oder beliebigen Weg-Apps. Egal wie oft und wohin solche Komponenten geschickt werden, sie bleiben immer inhaltlich synchron.

Microsoft baut Teams zur Anwendungs-Plattform aus

Darüber hinaus gab es auf der Build noch eine Reihe von Entwickler-fokussierten Neuigkeiten, mit denen Microsoft verdeutlicht, dass es Teams zunehmend zu einer universell erweiterbaren Anwendungsplattform ausbauen wird.

Dazu zählen unter anderem das Microsoft Teams Toolkit for Visual Studio Code, das Teams JavaScript 2.0 SDK, Microsoft Graph APIs for Teams sowie Erweiterungen für den Microsoft Teams App Store.

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