Microsoft gibt Preview der kostenlosen Lists-App frei – SharePoint wird zur Consumer-Plattform erweitert

Microsoft bringt den kostenlosen Ableger seiner Lists-App (Listen) an den Start, der sich ohne Microsoft 365-Abo nutzen lässt. Die Anwender müssen dafür allerdings einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Die App markiert einen weiteren Schritt der Öffnung hin zu breiteren Zielgruppen, weshalb Microsoft auch die SharePoint-Online-Infrastruktur umfassend modifizierte.

Aktuell können sich Interessierte für die Microsoft Lists – MSA Preview anmelden, die Teilnehmerzahl ist auf 200.000 begrenzt. Einzige Voraussetzung ist einen kostenloser Microsoft Account (MSA). Wer die Listen-App bereits kennt, trifft auf bewährtes. Optisch wirkt die neue Version auf den ersten Blick identisch, doch erwartungsgemäß weist sie einige funktionelle Einschränkungen auf.

Unterschiede zwischen Lists (M365) und Lists (MSA)

Laut der Microsoft-FAQ unterscheiden sich beide Versionen durch folgende Merkmale:

  • Microsoft Lists (Microsoft 365): Es können bist zu 2000 Listen pro Site Collection erstellt werden, jede Liste kann bis zu 30 Millionen Elemente/Zeilen enthalten, pro Benutzer steht ein Terabyte an Speicher zur Verfügung.
  • Microsoft Lists – MSA Preview: Jeder Benutzer kann bis zu 50 Listen anlegen, diese sind auf 1500 Elemente/Zeilen und 200 MB an Speicher für Anhänge begrenzt.
  • Weitere Einschränkungen: Microsoft Lists – MSA Preview enthält derzeit keine Suchfunktion, Regeln für E-Mail-Benachrichtigungen, Versionshistorie, verbundene Listen, Teams-Integration, Kommtentare, @Mentions, Anbindung an externe Datenquellen, Integration in PowerApps und Power Automate, Lists Mobile-App-Anbindung und Sicherheits- und Compliance-Funktionen.

SharePoint mutiert zur Endanwender-Plattform

In einem LinkedIn-Artikel erklärt Microsoft 365-Chef Jeff Teper, dass in diesem Zusammenhang die SharePoint-Plattform einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen wurde, um zukünftig auch Endanwender-Szenarien zu unterstützen. Das betrifft vor allem die Integration des kostenlosen Microsoft Account als Anmeldeverfahren für Privatanwender, neben der Azure-Active-Directory (AAD)-Unterstützung.

Außerdem betont er, dass hinter Listen die altbekannte SharePoint MySite-Infrastruktur in einer überarbeiteten Version zum Einsatz kommt. Ähnlich wie bei OneDrive for Business mit einer entsprechend angepassten Benutzer-Oberfläche.

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