dmmfree japanfemdom.org

Office 365 oder SharePoint Server? 6 gute Gründe gegen die Cloud und für On-Premise

Print Friendly, PDF & Email

SharePoint Logo 300x157 - Office 365 oder SharePoint Server? 6 gute Gründe gegen die Cloud und für On-PremiseAuch wenn die Anbieter es gerne so darstellen: Es ist nicht alles eitel Sonnenschein in der Cloud. Im Fall Office 365 bestehen nach wie vor einige handfeste Nachteile gegenüber dem klassischen SharePoint Server. Neben Kernthemen wie Datenhoheit und -Sicherheit existieren aber noch etliche technische Gründe, die für ein Festhalten am klassischen Vor-Ort-Server sprechen. Das Sharepoint Pro Mag hat sechs Punkte zusammengetragen, die für den weiteren Verbleib beim SharePoint-Server sprechen:

1. Viele Geschäftsanwendungen können kein OData-Protokoll

“Viele Geschäftsanwendungen können nicht über das OData-Protokoll mit anderen kommunizieren. In solchen Fällen ist Office 365 ungeeignet und SharePoint Server die richtige Wahl.”

2. Öffentliche Websites nur noch mit SharePoint Server

Microsoft hat öffentliche Websites aus dem Office 365-Funktionsumfang entfernt. Somit fällt die Cloud-Plattform für alle jene Anwender flach, die ihren Webauftritt mit SharePoint betreiben.

3. Office 365-Nachteil: Keine umfassenden Anpassungen

Im Unterschied zum klassischen SharePoint-Server eignet sich der Online-Ableger nicht für umfangreiche Anpassungen bis auf Systemebene. Somit fallen beispielsweise Solutions flach, die per SharePoint Designer, JavaScript, dem Client-Side Object Model (CSOM) oder dem Server-Side Object Model (SSOM) erstellt werden. Bei Office 365 haben Firmen keinen Zugriff auf Full-trust-Code, so dass sich viele umfangreichere Entwicklungen nicht in die Cloud migrieren lassen.

4. Anspruchsvollere Sicherheit mit SharePoint

In klassischen firmeninternen SharePoint-Umgebungen lässt sich der Zugriff auf geschäftliche Daten individuell kontrollieren und strikt auf das interne Netzwerk oder VPN-Zugriff eingrenzen. Passend dazu wird auch die Client-Umgebung entsprechend gemanagt und auf den gewünschten Sicherheitsstand getrimmt. Im Fall von Office 365 hingegen kann jedes Endgerät mit einem unterstützten Browser ganz einfach per Benutzername und Passwort auf die internen Daten zugreifen.

5. Microsoft erzwingt Updates und neue Funktionen

Mit Office 365 verliert die IT die Kontrolle darüber, wann welche Systemupdates und Serverversionen eingespielt werden. Bei SharePoint Online entscheidet nämlich Microsoft, wann welche Funktionen aktualisiert, hinzugefügt oder entfernt werden. Somit steigt das Risiko, dass eigene Anwendungen aufgrund von Cloud-Updates nicht mehr kompatibel sind oder benötigte Funktionen verschwinden.

6. Betriebssicherheit hängt von externer Infrastruktur ab

Wenn ein Unternehmen vollständig von einer funktionierenden IT abhängt, muss beim Cloud-Einsatz eine zuverlässige und breitbandige Internetanbindung sichergestellt sein. Die Betriebssicherheit hängt damit stark von externen Faktoren ab. Eine weitere Problemstellung betrifft Anwender, die SharePoint als Fileserver-Ersatz verwenden und dabei zur Entlastung der SQL-Datenbanken Remote Blob Storage (RBS) einsetzten. RBS ist nämlich in SharePoint Online nicht verfügbar, womit sich die Frage stellt, wo große Mengen an unstrukturierten Daten  gespeichert werden sollen.

b2ae236a3cd6ed0649b2cb295f3999f9?s=80&d=mm&r=g - Office 365 oder SharePoint Server? 6 gute Gründe gegen die Cloud und für On-Premise

Wolfgang Miedl

Wolfgang Miedl ist der Gründer von SharePoint360.de. Als Fachautor und Analyst ist er seit über 20 Jahren für große Unternehmen mit Arbeitsplatz- und Collaboration-Themen im Microsoft-Umfeld tätig. Gemeinsam mit Prof. Arno Hitzges von der HDM Stuttgart hat er die vielbeachtete SharePoint Anwenderstudie 2016 herausgebracht.
b2ae236a3cd6ed0649b2cb295f3999f9?s=80&d=mm&r=g - Office 365 oder SharePoint Server? 6 gute Gründe gegen die Cloud und für On-Premise

DEN BEITRAG KOMMENTIEREN:

avatar
wpDiscuz