Microsoft stellt den neuen Teams 2.0-Client vor

Wie bereits vor längerer Zeit angekündigt, hat Microsoft seinen Teams-Client für Windows komplett überarbeitet und auf eine neue technische Basis gestellt. Damit einher geht auch eine Erweiterung des Funktionsumfangs. Die neue Version ist ab sofort als Public Preview verfügbar.

Wichtig war den Entwicklern in erster Linie, die Performance von Teams zu verbessern und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Die neue Version ist doppelt so schnell sein wie der Vorgänger, was sich in einem deutlich verkürzten Start ausdrückt.

Auch das Ansprechverhalten ist erheblich flüssiger geworden, Chats werden nach einem Klick schneller geöffnet, Bilder rascher geladen. Parallel dazu hat sich der Speicherbedarf um etwa die Hälfte verringert. Verantwortlich dafür ist ein neuer Unterbau, der, wie wir bereits vorab berichteten, die Rendering-Engine WebView2 des Edge-Browsers verwendet.

Rund 50 neue Funktionen

Laut Microsoft bringt die neue Teams-Version rund 50 neue Funktionen mit. Zwei davon stechen besonders heraus: So ist es nun möglich, die Organisation zu wechseln, ohne sich dafür ab- und wieder anmelden zu müssen. Auf diese Weise kann ein Benutzer an einem Meeting seines Unternehmens teilnehmen und gleich darauf einen über Teams organisierten Vortrag einer anderen Organisation besuchen, ohne sich neu authentisieren zu müssen. Gleichzeitig kann er jederzeit Benachrichtigungen aus allen Organisationen empfangen, bei denen er Mitglied ist.

Das neue Teams erlaubt einen Wechsel von einer Organisation zu einer anderen, ohne dass sich der Benutzer zwischendurch ab- und wieder anmelden müsste.

Zum zweiten sind die Chats in den einzelnen Kanälen jetzt umgekehrt organisiert: Die jeweils neuesten Chat-Nachrichten erscheinen oben, ältere Beiträge rücken entsprechend nach unten.

Darüber hinaus will Microsoft auch in Teams stärker auf KI setzen: Benutzer sollen den bereits vor einigen Wochen vorgestellten Copilot zu Meetings hinzuziehen und ihm Aufgaben wie etwa das Schreiben einer Zusammenfassung oder die Planung weiterer Konferenzen übertragen können. Auch für Fragen soll der Copilot zur Verfügung stehen.

Notizen als Loop-Komponenten

Im April will Microsoft den neuen Teams-Client darüber hinaus mit einer gemeinsam nutzbaren Notizfunktion ausstatten. Teilnehmer an einem Meeting können dann Stichpunkte und Vorschläge für die Tagesordnung mit anderen teilen und sie bearbeiten. Die Notizen sind als Loop-Komponenten ausgeführt und lassen sich so in andere Teams-Chats oder auch in Outlook und andere Office-Anwendungen übernehmen und ständig aktuell halten.

Schließlich hat Microsoft auch das Design von Teams überarbeitet und aufgeräumt. Die Software ist übersichtlicher geworden und passt sich nun der Oberfläche von Windows 11 an. Weitere Neuerungen betreffen unter anderem die Telefonie-Funktionen von Teams und die Organisation von Chats. Eine vollständige Übersicht der Neuheiten findet man auf Website von Microsoft.

Microsoft hat die Oberfläche von Teams gründlich aufgeräumt, übersichtlicher gestaltet und an Windows 11 angepasst.

Um die Vorschauversion des neuen Teams-Clients zu installieren, gehen Sie wie folgt vor:

So installieren Sie den neuen Teams-Client:

1. Wechseln Sie in die Einstellungen über das Dreipunkte-Menü in der Titelleiste.

2. Klicken Sie auf Info und dann Öffentliche Vorschau, um am öffentlichen Vorschauprogramm teilzunehmen.

3. Teams startet nun automatisch neu im Preview-Modus. Nun sehen Sie links oben in der Titelleiste den Schalter, mit dem Sie den neuen Client aktivieren können.

Zunächst müssen Sie in den öffentlichen Vorschaumodus wechseln, dann erhalten Sie links oben den Schalter, der das Update auf den neuen Teams-Client startet.

4. Klicken Sie auf diesen Schalter und folgen Sie den Anweisungen. Die Installation erfolgt automatisch.

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