Überblick "Hybrider Einsatz von SharePoint Server 2019": Alle Funktionen und Szenarien (Teil 1)
SharePoint On-Premises aus dem firmeneigenen Rechenzentrum bleibt auch 2019 ein wichtiges Thema. Das bestätigt auch unsere neue SharePoint-Anwenderstudie, der zufolge 46 Prozent der Unternehmen ausschließlich den SharePoint Server einsetzen. Doch die Office 365-Nutzung steigt stark an, und deshalb hat Microsoft den Hybrid-Modus als Brückentechnik eingeführt, um möglichst nahtlos alle Funktionen von On-Premises und Online in einer Umgebung zu nutzen. Wie die Hybrid-Architektur funktioniert, und was SharePoint 2019 dafür im Detail an Funktionen bereitstellt, hat Vlad Catrinescu in einem aktuellen Artikel auf Microsofts SharePoint-Community-Blog vorgestellt. Hier die Zusammenfassung auf Deutsch:
Wie funktioniert die hybride SharePoint-Bereitstellung?
Schematisch vereinfacht dargestellt wird dabei eine SharePoint Server-Farm mit Office 365 verbunden. Die SharePoint Server-Farm kann dabei im eigenen Rechenzentrum, in einer privaten Cloud oder auch in einer öffentlichen Cloud wie Azure oder AWS gehostet werden.
Für den Einsatz einer hybriden SharePoint Server 2019-Infrastruktur sprechen verschiedene Gründe. Eine zentrale Rolle spielt dabei Microsofts „Cloud-first“-Strategie, aufgrund der alle neu entwickelten Funktionen immer zuerst auf SharePoint Online erscheinen. Nur ein Teil davon findet später den Weg in die nächste On-Premises-Version, viele Funktionen wie Delve, Office 365 Groups, Flow, PowerApps, Stream sind aktuell und vermutlich auch in Zukunft nicht auf den lokalen Serverversionen verfügbar.
Übersicht über alle Hybrid-Funktionen:
Unter dem Begriff SharePoint Hybrid ist ein ganzer Strauß an unterschiedlichen Funktionen zusammengefasst, die von einem modifizierten Startmenü bis zu einer neuen Such-Architektur reichen. Im Folgenden sind die einzelnen Features und Einsatzszenarien für den Hybrid-Einsatz kurz skizziert:
Hybrides „Startmenü“: Der App-Launcher

Hybrides Site-Verzeichnis

OneDrive Hybrid für Unternehmen

Hybride B2B-Standorte (Sites): Extranet-Hinweis
Obwohl diese Funktion sowohl im Hybrid-Konfigurationsassistenten wie auch auf vielen Microsoft-Hilfeseiten zu sehen ist, stellt sie nicht wirklich eine Integration zwischen der SharePoint On-Premises-Farm und Office 365-Tenants her. Sie dient lediglich als Erinnerung an die Extranet-Funktionen in SharePoint Online, und zeigt, dass externen Kollaborationsseiten einfacher in Office 365 als in On-Premises anelgen kann. Weitere Informationen über Extranet-Lösung sind hier zu finden: https://docs.microsoft.com/en-us/sharepoint/create-b2b-extranet
Hybride Website-Erstellung
Mit der hybriden benutzergesteuerten Site-Erstellung kann man die standardmäßige Erstellungsseite im SharePoint-Server auf SharePoint Online weiterleiten – sofern sie aktiviert ist. Durch Aktivieren dieser Funktion ist sichergestellt, dass alle neu erstellten Websites in SharePoint Online angelegt sind, so dass bei einer eventuellen Migration nach Office 365 weniger Inhalte migriert werden müssen.
Hybride Auditierung
Mit der Hybrid-Auditierung sind SharePoint-Administratoren in der Lage, Auditprotokolle aus On-Premises auf das Office 365-Unified-Audit-Log zu übertragen. Auf diese Weise stehen Auditprotokolle an einer zentralen Stelle zur Verfügung. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels war die Hybrid Auditierung für SharePoint Server 2016 in der Preview verfügbar, nicht aber für SharePoint Server 2019. Dieser Screenshot zeigt, wie Benutzeraktivitäten unter SharePoint 2016 im Office 365 Unified Audit Log angezeigt werden:
Hybride Taxonomie und Inhaltstypen

Hybride Business Connectivity Services

[Zum 2. Teil der SharePoint-Hybrid-Übersicht]



