Microsoft bringt KI-kuratierte Wissensdatenbank für SharePoint
Microsoft möchte die „Zusammenarbeit von Menschen und Agenten“ vorantreiben und hat zu diesem Zweck die Team Knowledge Base für SharePoint vorgestellt. Es handelt sich um eine automatisierte Wissensdatenbank, die von Copilot und Agenten anlegen wird und Inhalte in SharePoint speichert. Zunächst läuft sie nur in der Frontier Preview und nur für Nutzer, die für Copilot Credits freigeschaltet sind.
Bei der Team Knowledge Base handelt es sich um eine neue, spezielle Art von Bibliothek in SharePoint-Sites. Das können auch Sites hinter Teams-Kanälen und Microsoft-365-Gruppen sein. Deren Besonderheit besteht darin, dass anstelle eines Nutzers Copilot als Ersteller und Kurator agiert. Er legt die Inhalte an und pflegt sie. Als Datenformat kommen verlinkte Markdown-Seiten (MD) zum Einsatz. Diese ähneln strukturell HTML und haben sich im KI-Zusammenhang inzwischen als Standard etabliert.
Von Copilot kuratierte Dokumentbibliotheken
Der entscheidende Unterschied zur normalen Dokumentbibliotheken ist, dass niemand diese Seiten von Hand pflegt. Per Nutzereingabe erhält Copilot die wesentlichen Informationen, den Rest erledigt die KI über die „knowledge compilation engine“ von Work IQ – also Zusammenfassen, Ordnen und Verlinken.

Als naheliegende Einsatzfelder nennt Microsoft Rechts-, Entwicklungs- und Vertriebsteams. Also dort, wo es beispielsweise um verstreutes Vertragswissen, Projektkontext für Coding-Agenten oder schnellen Account-Überblick im Vertrieb geht.
Hybride Bearbeitung – automatisch oder per Hand
Erstellt werden solche Datenbanken „per Zuruf“. Etwa, indem man Copilot in SharePoint startet und „Erstelle eine Wissensdatenbank für …“ eingibt. Copilot legt dann die Bibliothek an, fragt nach Quellen oder startet leer. Vor strukturellen Änderungen holt er eine Bestätigung ein – etwa über eine Karte „9 items will be updated“ mit den Schaltflächen „Aktualisieren“ und „Abbrechen“. Die Seiten behalten den normalen „Bearbeiten“-Knopf, Korrekturen von Hand bleiben also möglich.
Die Eingaben können aus verschiedene Microsoft 365-Apps heraus erfolgen. So etwa über den Teams-Chat oder per E-Mail, oder über einen persönlichen Autopilot-Agenten. In der Demo auf dem Microsoft-Blog übergibt ein Nutzer dem Autopilot ein Teams-Besprechungstranskript zur Aufnahme in die Datenbank. Der Agent handelt „als Nutzer“, erst nach dessen Freigabe – und behält dabei die Vertraulichkeitskennzeichnung („Confidential / Internal Only“) bei.
Weitere Informationen
Mehr Details dazu gibt es im SharePoint-Blog-Beitrag Introducing a team knowledge base, curated by Copilot and agents

